4. April 2025 / Allgemein

1000 Räder, 1000 Geschichten – Ein Jahrzehnt gelebte Hilfe

Die Fahrradwerkstatt Warendorf hilft seit 10 Jahren

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1000 Räder, 1000 Geschichten – Ein Jahrzehnt gelebte Hilfe

Die Fahrradwerkstatt Warendorf hilft seit 10 Jahren

Warendorf – Was im Februar 2015 als kleine Initiative in einem Schulkeller begann, ist heute eine feste Institution in der Flüchtlingshilfe: Die Warendorfer Fahrradwerkstatt feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen – und zugleich ein beeindruckendes Jubiläum: Das 1.000. instandgesetzte Fahrrad wurde an einen Geflüchteten übergeben.

Gegründet wurde die Werkstatt auf Initiative von Dr. Erich Tertilt, der gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Jochen Walter und Sozialarbeiter Markus Kleinhofer den Grundstein legte. „Unser Ziel war es damals, fünf Flüchtlinge in Freckenhorst mobil zu machen“, erinnert sich Dr. Tertilt mit einem Lächeln. Mit sieben engagierten Helferinnen und Helfern startete das Projekt – heute zählt das Team bereits 23 Ehrenamtliche.

Vom Schulkeller in die größere Einrichtung
Ursprünglich in der Schulfahrradwerkstatt an der Kapellenstraße untergebracht, zog das Projekt 2017 in größere Räumlichkeiten in der Hermannstraße um. Ein wichtiger Schritt, der das stetige Wachstum der Initiative ermöglichte. Auch der ehemalige Schulleiter Norbert Breuer stieß zu diesem Zeitpunkt zum Team – heute ist er eine treibende Kraft hinter der Organisation. „An manchen Tagen können wir den Andrang kaum bewältigen“, erzählt er. „Die Nachfrage ist riesig – aber das zeigt uns auch, wie wichtig unsere Arbeit ist.“

Dreiteilige Struktur für mehr Effizienz
Mittlerweile arbeiten die Ehrenamtlichen in drei Teams. An zwei Tagen in der Woche – dienstags von 09:30 bis 12:00 Uhr und donnerstags von 13:30 bis 16:30 Uhr – werden Fahrräder repariert, instand gesetzt und ausgegeben. Dabei helfen oft auch Geflüchtete selbst mit – etwa beim Dolmetschen oder kleinen Reparaturen. „Das ist eine große Hilfe und zeigt, wie gut Integration durch gemeinsames Tun funktionieren kann“, betont Breuer.

Sicherheit hat oberste Priorität
Damit jedes Fahrrad verkehrssicher die Werkstatt verlässt, finden regelmäßig Workshops statt. Zweiradmechaniker-Meister Norbert Papenbrock schult die Helfer und steht bei technischen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Nur Geflüchtete mit offizieller Bescheinigung der Stadt Warendorf erhalten ein Fahrrad – im Falle eines Defekts wird selbstverständlich kostenlos geholfen.

Ein starkes Team mit Herz
Ein besonders engagierter Mitstreiter ist Dietmar Rattensberger. Mit stolzen 82 Jahren ist er der älteste Ehrenamtliche im Team – und immer noch mit Leidenschaft dabei. „Solange ich schrauben kann, helfe ich“, sagt er lachend.

In zehn Jahren hat die Fahrradwerkstatt nicht nur über 1.000 Fahrräder vermittelt – sie hat auch ein Stück gelebte Solidarität geschaffen. Markus Kleinhofer bringt es auf den Punkt: „Was unsere Ehrenamtlichen hier leisten, ist einfach Wahnsinn – und ein echtes Vorbild für bürgerschaftliches Engagement.“

Helfen Sie mit – Ihre Fahrradspende macht den Unterschied!
Damit die Fahrradwerkstatt auch in Zukunft Geflüchteten zur Mobilität verhelfen kann, sind wir dringend auf Fahrradspenden angewiesen – insbesondere Damenräder, Jugendräder und Kinderräder werden aktuell stark nachgefragt.

Haben Sie ein gebrauchtes, aber fahrtüchtiges Fahrrad, das nicht mehr benötigt wird? Dann freuen wir uns über Ihre Unterstützung!

Kontakt und Abgabe:
Fahrradwerkstatt Warendorf, Hermannstraße 23
Dienstagvormittags (09:30 – 12:00 Uhr) und Donnerstagnachmittags (13:30 – 16:30 Uhr)

Jedes Rad bringt jemanden ein Stück weiter – vielen Dank für Ihre Hilfe!

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