23. Juni 2021 / Allgemein

40 Prozent müssen Nachfolge regeln

IHK-Aktionstag zur Unternehmensnachfolge

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40 Prozent müssen Nachfolge regeln

IHK-Aktionstag zur Unternehmensnachfolge

Münsterland/Emscher-Lippe-Region. – Rund 35.000 Familienunternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region müssen kurzfristig die Nachfolge an der Unternehmensspitze regeln. Darauf hat die IHK Nord Westfalen heute (21. Juni) am deutschlandweiten „IHK-Aktionstag Unternehmensnachfolge“ aufmerksam gemacht. Denn bei fast 40 Prozent der etwa 89.000 Familienunternehmerinnen und -unternehmer im Bezirk der IHK ist die Führung älter als 55 Jahre. „Das ist das Alter, ab dem sich die Unternehmen mit der Frage auseinandersetzen sollten, wer das Unternehmen übernimmt und in Zukunft führt“, rät Michael Meese, IHK-Experte für Unternehmensnachfolge. Er weiß: „Der Nachfolgeprozess kann viele Jahre dauern bis alles in trockenen Tüchern ist.“

Und es wird immer schwieriger, Nachwuchs für die Unternehmensspitze zu finden. „Die demografische Entwicklung lässt auch die klassischen Gründer-Jahrgänge der 25- bis 45-Jährigen spürbar schrumpfen“, sagt Meese, der Teamleiter Gründung und Unternehmensförderung bei der IHK ist. Rechtzeitig mit dem Nachfolgeprozess anzufangen sei daher wichtig, „damit Unternehmen nicht in unruhiges Fahrwasser geraten und Arbeitsplätze gefährdet werden“, betont er. Für die wirtschaftliche Entwicklung der Region sei es von großer Bedeutung, „dass es gelingt, genügend Nachwuchs an die Spitze der Unternehmen zu bringen, um den Bestand an Firmen zu sichern“.

Wie komplex der Generationenwechsel ist, werde vielen Inhabern und Nachfolgern erst bewusst, wenn sie sich aktiv kümmern. Insofern freut Meese sich, dass sich nach seiner Einschätzung „immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmen rechtzeitig auf den Weg machen“. Der heutige Experten-Sprechtag zur Unternehmensnachfolge, den die IHK in Zusammenarbeit mit dem Projekt „NextStep – neue Wege in der Sicherung von Unternehmensnachfolgen“ des IHK NRW e.V. anbietet, war schnell ausgebucht. Einige Plätze frei sind allerdings noch beim Webinar „Mein Nachfolge-Fahrplan“ am 30. Juni. Hier informiert Michael Meese gemeinsam mit der Nachfolgeexpertin der Handwerkskammer Münster, Britta Schulz, praxisnah über die wesentlichen Eckpunkte, eventuelle Fallstricke und grundlegende Aspekte einer Unternehmensübernahme. Das Webinar ist ein Angebot innerhalb des Verbundprojekts Gründergeist #Youngstarts Münsterland, an dem die IHK und die HWK beteiligt sind. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung allerdings erforderlich: www.ihk-nordwestfalen.de (Nr. 156149884).

Stichwort: IHK-Nachfolger-Club

Die IHK unterstützt den Nachfolgeprozess seit vielen Jahren mit frühzeitiger Information über eine fachkundige Einzelberatung bis hin zur vertraulichen Vermittlung von potenziellen Nachfolgern durch den IHK-Nachfolger-Club. Ziel der IHK ist es, den Unternehmensbestand der Region und damit die Arbeitsplätze so weit wie möglich zu erhalten.

Das Projekt „NextStep_Neue Wege in der Sicherung von Unternehmensnachfolgen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Umsetzung erfolgt durch IHK NRW e.V. in Zusammenarbeit mit den 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen.

Bild: Experte für Unternehmensnachfolge: Michael Meese, Teamleiter Gründung und Unternehmensförderung bei der IHK Nord Westfalen

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