Abschied und Aufbruch an der Ems
Quabbe-Brücke macht Platz für Neues im Brinkhaus-Quartier
Ein Stück Warendorfer Geschichte ist verschwunden – und zugleich entsteht Raum für Zukunft: Die traditionsreiche Quabbe-Brücke über die Ems wurde jetzt abgebaut. Fast ein Jahrhundert lang verband sie das Gelände der ehemaligen Brinkhaus-Fabrik mit der Altstadt und war für viele Warendorferinnen und Warendorfer ein vertrauter Anblick.
Errichtet wurde die Brücke ursprünglich schon 1908: Damals ließ Fabrikant Fritz B. Brinkhaus eine private Holzbrücke bauen, um von seiner Villa an der Klosterstraße schnell auf das Werksgelände zu gelangen. Rund zwanzig Jahre später, um 1926, ersetzte man sie durch eine genietete Eisen- bzw. Stahlkonstruktion – die Brücke, die nun weichen musste. Damit endete nach fast 100 Jahren ein wichtiges Kapitel der Warendorfer Industriegeschichte.
Doch der Abschied bedeutet keinen Verlust, sondern Aufbruch: An nahezu gleicher Stelle wird künftig eine moderne Fuß- und Radwegebrücke entstehen. Sie soll die Altstadt mit dem neuen Brinkhaus-Quartier verbinden – einem Stadtteil im Wandel, in dem Wohnen, Arbeiten und Leben miteinander verschmelzen.
Bereits seit Anfang Oktober 2025 sichert eine provisorische „Rohrbrücke“ der Warendorfer Energieversorgung (WEV) die Strom- und Wärmeversorgung des wachsenden Quartiers. Die historische Quabbe-Brücke wird nicht vergessen: Teile des Bauwerks sollen im neuen Areal sichtbar erhalten bleiben – als Erinnerung an die industrielle Vergangenheit und den Wandel der Stadt.
Mit dem Abbau der Brücke können nun auch die Sanierungsarbeiten am Südufer der Ems fortgesetzt werden. Damit nimmt die Neugestaltung des Quartiers weiter Fahrt auf – ein weiterer Schritt in Richtung eines modernen, lebenswerten Warendorfs.
Abschied von der Vergangenheit – Brücke in die Zukunft: Das Brinkhaus-Quartier wächst.
















