1. Juli 2023 / Allgemein

Abschlussausflug der Kinder aus dem Brückenprojekt zum Kamishibai-Tischtheater

Brückenprojekt im Juli 2022 als zusätzliches Betreuungsangebot eingerichtet

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Abschlussausflug der Kinder aus dem Brückenprojekt zum Kamishibai-Tischtheater in der Stadtbücherei

Als besonderen Abschluss des Betreuungsjahres machten sich die Kinder aus dem Brückenprojekt mit ihren Erzieherinnen auf den Weg zum Kamishibai-Tischtheater in die Stadtbücherei Telgte. Die Kinder zeigten großes Interesse an der Geschichte der Raupe Nimmersatt und an den bunten Kinderbüchern in der Stadtbücherei. Viele der Kinder aus dem Brückenprojekt wechseln im Sommer in Kitas oder in die Kindertagespflege. Aus diesem Grund wollte die Spielgruppe als Abschluss gemeinsam einen Ausflug unternehmen. Obwohl es in der Spielgruppe etwa durch unterjährige Zuzüge, Umzüge oder die Rückkehr in Heimatländer immer wieder Fluktuation gab, sind die Kinder in kurzer Zeit als Gruppe zusammengewachsen.

Als Reaktion auf die Fluchtbewegungen aus der Ukraine, aus Syrien, aus Afghanistan und anderen Ländern hat die Stadt Telgte im Juli 2022 das Brückenprojekt in Telgte als zusätzliches Betreuungsangebot wieder neu eingerichtet. Neben dem Brückenprojekt in Telgte, das in den Räumen der Kirchengemeinde St. Marien stattfindet, gibt es seit November 2022 das Brückenprojekt an einem zweiten Standort in Westbevern-Vadrup. In den niedrigschwelligen Betreuungsangeboten werden jeweils bis zu 10 Kinder mit Fluchterfahrungen oder aus vergleichbaren Lebenslagen im Alter bis zur Schulpflicht an drei Vormittagen betreut. Das durch Landesmittel finanzierte Betreuungsangebot hilft den Familien bei der gesellschaftlichen Integration und erleichtert den Zugang zur Eingliederung in Kindergärten und Schulen. 

Durch die Fluchterfahrungen haben die Kinder häufig viel Unsicherheit erlebt. In einem stabilen Gruppenangebot können die Erzieherinnen den Kindern emotionale Unterstützung in einem sicheren Umfeld anbieten. Im Miteinander mit den anderen Kindern können die Kinder in den Spielgruppen neue Kontakte knüpfen, neue Bindungen aufbauen und werden im sozialen Lernen gefördert. Spielerisch und im Kontakt mit den Kindern und Betreuungspersonen fangen sie an, die deutsche Sprache im Alltag zu lernen. „Wir freuen uns, dass wir den schutzsuchenden Familien helfen können und ihre Kinder auf den Kitaalltag vorbereiten dürfen“, sagt Sylwia Ziemann, Erzieherin im Brückenprojekt. Auch die Eltern werden regelmäßig in die Spielgruppen eingeladen, um mit anderen Eltern in Kontakt zu kommen. Manche der betreuten Kinder wohnen in Notunterkünften. Besonders für diese Familien sind eine Entlastung der Eltern und eine Tagesstruktur wichtig.

„Wir bemerken, dass die Brückenprojekte den Familien helfen, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden. Die Erzieherinnen sind bei alltäglichen Fragen Ansprechpartnerinnen und können Auskunft geben, welche pädagogischen, kulturellen, sportlichen und therapeutischen Angebote es für Kinder und Familien vor Ort gibt“, berichtet Jenni Vogel, die die Brückenprojekte bei der Stadt Telgte koordiniert. So weisen die Erzieherinnen etwa hin auf die Angebote des Vereins „Zib - Zusammen ist besser“ wie auf die Sprachkurse oder das Sozialkaufhaus. Auch werden die Mütter eingeladen, an den internationalen Frauencafés oder den Kochgruppen der Stadt Telgte teilzunehmen.

In beiden Spielgruppen des Brückenprojekts sind ab August noch Betreuungsplätze frei. Interessierte Eltern können sich gerne bei Jenni Vogel von der Stadt Telgte melden: Tel. 02504 –13209, Mail: jenni.vogel@telgte.de.

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