13. September 2020 / Allgemein

ANNA-Projekt aktiviert Alleinerziehende und ihren Nachwuchs

30 Bedarfsgemeinschaften für Alleinerziehend

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ANNA-Projekt aktiviert Alleinerziehende und ihren Nachwuchs 

30 Bedarfsgemeinschaften für Alleinerziehende

(Allein)Erziehende und ihren Nachwuchs Nachhaltig Aktivieren – kurz ANNA – das ist das Ziel eines Projektes, das von August 2020 bis Oktober 2022 vom Jobcenter Kreis Warendorf mithilfe des freien Trägers Chance e.V. in den kreisangehörigen Kommunen Ennigerloh und Everswinkel durchgeführt wird. Dabei begleiten vier Jobcoaches von Chance e.V durchgängig und engmaschig insgesamt 30 Bedarfsgemeinschaften mit Kindern. 

Ziel ist es, für erwerbsfähige Erziehende eine Arbeitsstelle zu finden bzw. den Umfang ihrer Tätigkeit zu erweitern. Dabei werden die Ressourcen der Bedarfsgemeinschaft, des persönlichen Umfelds und des sog. Sozialraums (Vereine, freie Träger) in den Blick genommen. Sollte es erforderlich sein, können weitere staatliche Hilfen in Anspruch genommen werden. Die Kinder sollen über soziale Teilhabeangebote, wie z.B. Übernahme der Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen, gestärkt werden.

„Wir möchten das Angebot möglichst niedrigschwellig halten und von der reinen Behördensicht abrücken“, erläutert Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Vorstellung des Projekts. 

Eine weitere Aufgabe wird sein, schon vorhandene örtliche Hilfsangebote festzustellen und diese optimal miteinander zu vernetzen. „Doppelstrukturen sollen dabei ausdrücklich vermieden werden. Ziel ist eine enge, zeitnahe und umfassende Zusammenarbeit – auch über digitalen Wissenstransfer“, führen Sozialdezernentin Brigitte Klausmeier und Jobcenterleiter Dr. Ansgar Seidel aus. Von Vorteil sei dabei, dass der Träger Chance e.V. speziell für das Projekt Büros in beiden Kommunen angemietet habe und daher vor Ort präsent und erreichbar sei.  

Begleitet wird das Projekt, das aus dem bundesfinanzierten Eingliederungsbudget des Jobcenters Kreis Warendorf mit rd. 700.000 Euro finanziert wird, vom Psychologischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Auf Basis der dann gewonnenen Erkenntnisse soll im nächsten Jahr ein Fragebogen entwickelt werden, der an eine deutlich größere Zahl von Bedarfsgemeinschaften versendet wird. Diese Erkenntnisse werden dann zurück in das Projekt gespiegelt. 

„Wir freuen uns, von Anfang an bei dem Projekt dabei zu sein“, sind sich die Bürgermeister Berthold Lülf (Ennigerloh) und Sebastian Seidel (Everswinkel) einig. „Die Erkenntnisse und Strukturen aus unseren Kommunen können auf den restlichen Kreis Warendorf übertragen werden. So entsteht eine Art Blaupause für eine innovative sozialraumorientierte Weiterentwicklung für das Kreisgebiet.“

Bild: Bürgermeister Sebastian Seidel (Everswinkel), Adriana Keerkgeers-Moormann von Chance e.V., Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Berthold Lülf (Ennigerloh) stellten das Projekt ANNA - (Allein)Erziehende und ihren Nachwuchs Nachhaltig Aktivieren -  im Kreishaus vor.
Foto: Kreis Warendorf

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