Auf dem Weg zu 1.000 Mitgliedern
Bürgerschützen überzeugen mit Herz und Tradition
Nein, absolut harmonisch war die Jahreshauptversammlung der Bürgerschützen Warendorf nicht – denn sie haben gesungen! Äußerst harmonisch wäre dementsprechend die korrekte Beschreibung für den Freitagabend Abend im Hotel „Im Engel“, an dem der Traditionsverein 40 Neuaufnahmen durchführen konnte und mit 921 Mitgliedern nicht nur 20 mehr Namen in der Liste verzeichnen kann als im Vorjahr, sondern sogar 102 mehr als vor 3 Jahren. Präses Gerd Leve zeigte sich überzeugt, dass die Vision innerhalb drei weitere Jahre auf 1.000 Mitglieder zu kommen, realistisch sei und regte sogleich an, zum Ende der Versammlung vorsichtshalber Mitgliedsanträge mitzunehmen.
Also gegen 22:15 Uhr, denn die Versammlungen der Bürgerschützen sind bekannt für familiäre Gemütlichkeit – inklusive dem bereits erwähnten Schmettern diverser fröhlicher Hymnen. Die Warendorfer Stadtkapelle begleitete den Abend gekonnt mit einer Musikauswahl von Bierzelt bis Fernsehshow.
Die Rückblicke des Präses und von Geschäftsführer Björn Middendorf fielen erwartungsgemäß positiv aus, die vorgenommenen Veränderungen, speziell des Schützenfestes, haben sich ausgezahlt und sollen mit weiterem Feinschliff beibehalten werden. Zwar fielen die Kosten für das letzte Fest auf Grund des 175-jährigen Jubiläums der Hellebardiere etwas höher aus, doch da dem Verein erneut eine stattliche Spende der Hörster-Stiftung zugesagt wurde, wird der Mitgliedsbeitrag von 35 Euro nicht erhöht. Ein Euro weniger als in Freckenhorst, bemerkte Leve. „Da sieht man, Warendorf ist finanziell schon von Vorteil“, witzelte er.
Gewohnt locker und entspannt auch die Berichte aus den Formationen. Für die Schützengarde wies Thomas Stephan auf die Wichtigkeit der „Schluckimpfungen“ hin, Hendrik Tovar beschränkte sich für die Schießgarde auf zwei Sätze die der Hoffnung Ausdruck gaben, dass der Vogel irgendwann mal in einem Stück fallen möge. „Aber bitte nicht so schnell wie dein Bericht“, betonte der Präses. Anna Günnewig betonte, dass Hilfe aus den Formationen sehr willkommen sei, um das Kinderschützenfest am Leben zu erhalten und Jasmina Füchtenkötter bat um Unterstützung für das 10-jährige Jubiläum der Damengarde im kommenden Jahr. „Darauf kannst du dich verlassen“, versicherte Leve.
Die Ehrengarde schließlich will beim kommenden Kreisehrengardentreffen unbedingt den angestammten vorletzten Platz zurück erobern, den ihr in diesem Jahr die Damengarde, trotz aller Bemühungen, streitig gemacht hatte.
Bei den unkompliziert verlaufenden Wahlen wurden Präses Gerd Leve in seine fünfte, Kassierer Volkmar Schmidt in die vierte und Geschäftsführer Björn Middendorf in die dritte dreijährige Amtszeit gewählt. Neue Kassenprüferin ist Pia Jungemann.
EHRUNGEN:
- Seit 60 Jahre ist Herbert Ohlmeyer Mitglied der Bürgerschützen.
- Auf 50 Mitgliedsjahre kommen Bernhard Cordes, Dr. Eberhard Hallermann, Ewald Hartmann, Rolf Allendorf, Theo Büscher, Michael Tovar, Heiner Alck und Mechthild Lütke-Hüttmann
- Vor 25 Jahren traten in den Verein ein: Frank Wittkamp, Michael Slomski, Martin Müller, Dirk Holtkamp, Maik Barkey, Reinhold Affhüppe, Burkhard Marx, Dr. Thomas Weritz, Theo Niehoff, Andre Leugermann, Berthold Harenkamp, Mechtild Börger, Dr. Wolfram Busse, Alfons Lentfort, Alfred Kaup, Jörg Vorwerk, Peter Steinkamp, Ekkehard Jungemann, Karl Pelster, Herbert Franz, Christoph Schmitz, Dr. Peter Horstmann und Friedrich-Wilhelm Otto-Erley













