11. August 2021 / Allgemein

Baugebiet mit grünem Anstrich

1. Spatenstich für Everswinkeler Baugebiet Bergkamp III

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Baugebiet mit grünem Anstrich

1. Spatenstich für Everswinkeler Baugebiet Bergkamp III

Nicht mehr lange und auf der Kreisstraße von Everswinkel nach Sendenhorst wird es eine Bushaltestelle und einen neuen Abzweig geben. Dort, wo jetzt gerade die ersten Arbeiten begonnen haben: am Baugebiet mit dem Namen Bergkamp III.

Am Dienstagmorgen fand hier der symbolische erste Spatenstich statt. Geschätzt 15 Monate werden ins Land ziehen, bis die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sein werden und das Areal sein zukünftiges Gesicht erahnen lässt. Ein großes Areal und das erste Baugebiet der jüngeren Zeit in Everswinkel, das mit seiner Gesamtgröße von 6,2 Hektar in einem Rutsch erschlossen wird. Wenn es fertig ist, werden hier am Ahornweg und am Weidengrund – so die zukünftigen Straßennamen – auf einer Fläche von 3,92 Hektar 73 Wohnbaugrundstücke mit einer Größe von von ca. 300qm, für Doppelhaushälften, bis ca. 900qm, für Mehrfamilienhäuser, entstanden sein. 55 Einfamilienhaus-, 14 Doppelhaus- und vier Mehrfamilienhausgrundstücke sind geplant, zudem ein Kita-Grundstück von 3.600qm, so die Zahlen die Bürgermeister Sebastian Seidel zum Termin mitbrachte. Für die vier Mehrfamilienhäuser und die acht Doppelhaushälften werden die Vorgaben des Sozialen Wohnungsbaus in den Verträgen festgeschrieben, ergänzte er. Er lieferte noch weitere Zahlen, die die Größe der Maßnahme verdeutlichen. 10.600 Kubikmeter Kanalbau, 11.800qm Straßenflächen mit 480 Bordsteinen, ein 5.00 Kubikmeter großes Regenrückhaltebecken und ein 600 Kubikmeter fassender Löschwassertank standen ebenso auf seiner Liste wie 133 Straßenabläufe oder 1.200 lfdm Versorgungsleitungen. „Ein Mammutprojekt für uns als Verwaltung“, nannte der Bürgermeister das mit dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans am 29.05.2018 seinen juristischen Anfang nahm und mit dem Satzungsbeschluss am 15.12.2020 auf den Weg gebracht wurde. Seidel dankte nicht nur den Mitarbeitern der Verwaltung, sondern allen Beteiligten die dazu beitragen, die aufwendige Aufgabe zu stemmen.

Bei ihrer Planung spielte der Zufall dem Projekt in die Karten. Der Zufall, dass unweit des Baugebiets der Biomassehof Heitmann-Deiters als Biogaserzeuger Abwärme zur Verfügung hat, die hier genutzt werden kann. Die Versorgung von Bergkamp III können damit absolut klimaneutral erfolgen, freute sich Bernhard Feikus von den Gemeindewerken Everswinkel. Über eine 1,8 Kilometer lange Ringleitung wird diese Abwärme als Nahwärme in das Gebiet geführt, wobei für die Bauherren kein Anschlusszwang bestehe. Feikus machte deutlich, dass sich die Teilnahme an diesem zukunftssicheren System auf jeden Fall rechne, wenn man es mit den Investitions- und Wartungskosten von Wärmepumpen-Photovoltaikkombinationen vergleicht. Zudem sei der Einsatz von Abwärme eine gute Möglichkeit für Bauherren, an KfW-Kredite zu gelangen. Gas wird im Gebiet Bergkamp III nicht angeboten.

Mit der Entscheidung für Nahwärme gebe man dem Baugebiet einen grünen Anstrich, sagte Bürgermeister Seidel. Er betonte den Handlungsbedarf für derartige Lösungen und wies auf die erschreckenden Szenarien hin, die der Weltklimarat erst tags zuvor veröffentlicht hatte.

Auf der im Rathaus geführten Bewerberliste gibt es zur Zeit 573 Einträge. Diese Interessenten werden jetzt von der Gemeinde angeschrieben werden.

BILD (von links): Vinko Marcello (Firma Stricker Infrastrukturbau, Dortmund), Bernhard Feikus (Gemeindewerke Everswinkel), Bürgermeister Sebastian Seidel, Norbert Reher (Bauamt Gemeinde Everswinkel), Thomas Taugs (Abwasserbetrieb TEO) und Berthold Felling (IBF Felling Beratende Ingenieure Partnerschaft mbB, Dülmen),

 

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