Konflikt um Emsseepark: Stadt verteidigt Rodungen, Naturschützer protestieren
Baumfällarbeiten am Emsseepark gestartet – Naturschutzverein protestiert
Warendorf – Am heutigen Morgen haben die geplanten Baumfällarbeiten am Emsseepark begonnen. Die ersten 40 Bäume werden heute und morgen fallen, insgesamt müssen rund 91 Bäume für die anstehende Renaturierung der Ems weichen. Die Maßnahmen sind seit Längerem bekannt und sollen im Rahmen der ökologischen Umgestaltung der Emslandschaft erfolgen.
Dennoch regt sich weiterhin Widerstand: Der Verein „Emsinselfreunde“ kritisiert die Rodung scharf und spricht von einem „Umweltfrevel“. Um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen, organisierten die Aktivisten eine Demonstration vor dem Bauzaun, die um 7:30 Uhr begann. Allerdings blieb die Beteiligung gering – nur etwas über ein Dutzend Personen folgten dem Aufruf. Die Sprecherin des Vereins, Marita Kühne, betonte, dass für die Baumfällungen seitens der Stadt keine abschließende Genehmigung vorliegen würde. Das aber scheinbar nicht ganz der Wahrheit entspricht.
Die Stadt Warendorf hingegen verweist auf die positiven ökologischen Effekte der Umgestaltung. Neben der geplanten Umleitung der Ems und einem Durchstich zum Emssee, der unter anderem den Hochwasser- und Überflutungsschutz der Altstadt verbessern soll, werden etwa 160 neue Bäume angepflanzt. Zudem sollen die Maßnahmen die Wasserqualität des Emssees fördern und die Lebensräume der Tierwelt aufwerten.
Zuvor hatte der Verein Emsinselfreunde versucht, die Rodungsarbeiten über die Bezirksregierung stoppen zu lassen, jedoch ohne Erfolg. Während die Stadt an ihrer Planung festhält, bleibt abzuwarten, ob weitere Proteste folgen werden.
Baudirektor Peter Pesch von der Stadt Warendorf erklärte gegenüber Dein WAF, dass eine rechtskräftige Baugenehmigung für dieses Gelände vorliegt. Die Baumfällungen seien Bestandteil dieser Genehmigung und eine notwendige Maßnahme, um das geplante Renaturierungsprojekt umzusetzen.













