27. Mai 2026 / Allgemein

Bedeutender Fund für das Münsterland

Zwei Original-Manuskripte von Augustin Wibbelt jetzt im Kreisarchiv Warendorf

Manuskripte,Augustin Wibbelt, Carl Teutemacher,Kreisarchiv Warendorf,Warendorf,

Knut Langewand (Kreisarchivar), Hermann-Ulrich Viskorf (Vorsitzender der Rottendorf-Stiftung), Carl Pinnekamp und Rainald Gehringhoff (beide Stiftungskuratorium) in den Räumen von „Wibbelts Welt“

Zwei Original-Manuskripte von Augustin Wibbelt jetzt im Kreisarchiv Warendorf

Bedeutender Fund für das Münsterland

Das Kreisarchiv Warendorf darf sich über einen ganz besonderen Neuzugang freuen: Dank der großzügigen Unterstützung der Rottendorf-Stiftung konnten zwei originale Handschriften des bekannten münsterländischen Priesters und Dichters Augustin Wibbelt angekauft werden. Dabei handelt es sich um die Autographen seiner Werke „Das Buch von den vier Quellen“ aus dem Jahr 1910 sowie „Ein Sonnenbuch“ von 1912, die sich zuvor in privatem Besitz befanden.

Mit dem Ankauf erweitert das Kreisarchiv seinen bereits umfangreichen Bestand rund um den berühmten Heimatdichter, der als einer der bedeutendsten Vertreter der plattdeutschen Literatur gilt. Geboren wurde Augustin Wibbelt am 19. September 1862 auf einem Bauernhof in Vorhelm. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1887 wirkte er in verschiedenen Gemeinden des Münsterlandes und widmete sich neben seiner seelsorgerischen Arbeit intensiv der Literatur.

Vor allem mit seinen plattdeutschen Gedichten, Erzählungen und Essays prägte Wibbelt über Jahrzehnte die regionale Sprach- und Kulturgeschichte. Seine Werke zeichnen sich bis heute durch feinsinnigen Humor, sprachliche Präzision und einen tiefen Blick auf das alltägliche Leben im Münsterland aus.

„Augustin Wibbelt hat mit seinem Werk einen unschätzbaren Beitrag zur Bewahrung unserer regionalen Sprache und Kultur geleistet“, betont Kreisarchivar Dr. Knut Langewand. Seine Texte seien nicht nur literarisch wertvoll, sondern zugleich wichtige Zeugnisse des Lebens und der Mentalität im Münsterland vor über 100 Jahren.

Auch fast 80 Jahre nach seinem Tod ist der Einfluss Wibbelts in der Region weiterhin spürbar. Zahlreiche Schulen, Straßen und Einrichtungen tragen seinen Namen. Seine Gedichte – darunter das bekannte „Pöggsken“ – werden vielerorts noch heute gelesen und gelernt. Gerade in Zeiten, in denen regionale Dialekte zunehmend verschwinden, gewinnen seine Texte erneut an Bedeutung und erinnern daran, wie eng Sprache, Heimat und kulturelle Identität miteinander verbunden sind.

Bereits 1981 vermachte Wibbelts Nichte Anna Aulike den umfangreichen Nachlass des Dichters dem Kreis Warendorf. Seit 2020 informiert zudem die Ausstellung „Wibbelts Welt“ im Kreishaus über das Leben und Wirken des bekannten Autors und lädt Besucher dazu ein, in die Welt der plattdeutschen Literatur einzutauchen.

Meistgelesene Artikel

Sassenberger Seeterrasse wird zur italienischen Party-Piazza
Allgemein

Urlaubsfeeling unter freiem Himmel: Italienische Nacht reißt Besucher mit

weiterlesen...
Bei diesem Schützenfest war alles anders
Allgemein

Julian Beermann und Alessa Versmold regieren jetzt die Füchtorfer Bürgerschützen

weiterlesen...
Rolf Möllmann holt sich den Titel „König der Könige“
Allgemein

Warendorfer Majestäten liefern sich packendes Vogelschießen

weiterlesen...

Neueste Artikel

Wie Special Olympics das Leben eines Saarländers verändern
Aus aller Welt

Gold in Luxemburg, Heimspiel im Saarland und neue Freunde in Deutschland: Die Geschichte von Fynn ist eine über Mut, Ehrgeiz und die Kraft der Gemeinschaft.

weiterlesen...
Abgerutscht - Eine Wohnungslose erzählt
Aus aller Welt

Maria verlor Job und Wohnung. Nun kämpft sie um einen Neuanfang. Warum ihre Geschichte für viele Frauen steht - und laut Expertin uns alle angeht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Inklusion bei einer Tasse Kaffee
Allgemein

Neuer Treffpunkt im Caritas-Kleidersaal eröffnet

weiterlesen...
Wenn die Blase oder der Darm Probleme machen
Allgemein

Informationsveranstaltung im AMEOS Klinikum Warendorf

weiterlesen...