3. Mai 2021 / Allgemein

Berufliche Bildung aktiv mitgestaltet

35 Jahre Rudolf Horstmann an der DEULA

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Bild: Lenken das DEULA-Bildungszentrum ab jetzt erstmal gemeinsam: Rudolf Horstmann, Angela Buhne, Björn Plaas 

Berufliche Bildung aktiv mitgestaltet 

35 Jahre Rudolf Horstmann an der DEULA

Wenn jemand sein Firmenjubiläum feiert, denkt man oft nur daran, wie sehr der Jubilar sich in dieser Zeit verändert hat. Dabei vergisst man leicht, wie sehr der Jubilar in dieser Zeit sein Unternehmen geprägt und mitgestaltet hat. Rudi Horstmann, stellvertretender Schulleiter und langjährigen Fachbereichsleiter der DEULA in Warendorf, hat 1985 seinen Dienst an der DEULA angetreten.

Der gelernte Landschaftsgärtner hatte zuvor in einem großen Galabau Betrieb gearbeitet, für den er kreuz und quer durch NRW auf Reisen war. Nicht gerade ideal für den frischgebackenen Familienvater. Zufällig erfuhr er von der Ausbildersuche  der DEULA, bewarb sich beim damaligen DEULA-Chef Friedrich Grothus und die Chemie passte sofort. Aber bevor er sich wirklich DEULA-Lehrer nennen durfte, begannen für Rudi schon wieder die „Wanderjahre“, wie er sie nennt. Gemeinsam mit einer Gruppe von 11 Kollegen aus anderen DEULA-Standorten wurde er an wechselnden Bildungszentren zum „Landtechnischen Lehrer“ ausgebildet. Allein ein Dreivierteljahr war Rudi an der DEULA in Nienburg. Mit den damaligen Kollegen trifft er sich noch heute: „Einmal im Jahr kommen wir mit Kind und Kegel irgendwo in Deutschland zusammen. Aus Eltern sind Großeltern geworden, aber die Treffen sind Jahr für Jahr fester Bestandteil im Kalender. Uns DEULAner verbindet bis heute echte Freundschaft!“ Einmal DEULAner – immer DEULAner! Rudi ist übrigens der Einzige aus dieser Gruppe, der heute noch aktiv ist.  Die anderen sind schon Pensionäre. 
Seit er selbst zum DEULA-Lehrer ausgebildet wurde, liegen ihm die Lehrerausbildung und die damit verbundene Mentorentätigkeit sehr am Herzen: „Bis du als DEULA-Lehrer wirklich sattelfest bist, vergehen schnell mal 4-5 Jahre.“ sagt er und stellt gleichzeitig mit Stolz fest, dass die Warendorfer DEULA der Standort ist, an dem seit Jahrzehnten die meisten DEULA-Lehrer ausgebildet werden. Dabei war Rudi auch immer ein entschiedener Verfechter des handlungsorientierten Unterrichts. „Ich habe immer dafür gekämpft, dass wir die Inhalte nah am betrieblichen Alltag durch selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren vermitteln. Voll nach unserem DEULA-Motto „Lernen und Erleben“. Die Teilnehmer sollen sich mit Spaß im Unterricht praxisnah mit ihren betrieblichen Gegebenheiten auseinandersetzen.“

Rudi Horstmann wird scherzhaft nachgesagt, er habe über die Jahre drei DEULA Geschäftsführer verschlissen. Das bestreitet er: „Einer ist ja noch da!“ Und sein Verhältnis zum heutigen Geschäftsführer Björn Plaas beschreibt dieser in aller Freundschaft so: 
„Rudi Horstmann ist ein toller Mensch und Kollege, ein Überzeugungstäter mit unglaublich viel Herzblut. Ich kann mich von Anfang an blind auf ihn verlassen und wir haben schon viel zusammen bewegt. Selbst im größten Stress bleibt er immer ruhig und lösungsorientiert – und bei allem hat er die Menschen im Blick. Ein echter Teamplayer!“
So, wie die DEULA wuchs, so wuchsen auch Rudis Aufgaben. Als der Fachbereichsleiter GaLaBau, Ludger Diercks, 1995 sein Amt abgab, übernahm Rudi.
Und als der organisatorische Aufwand angesichts der Vielzahl der Kurse, der Kollegen und der riesigen Infrastruktur zu groß für einen Geschäftsführer alleine wurde, bat der damalige Geschäftsführer Karsten Mensing Rudi darum, die Unterrichtsorganisation nun auch offiziell zu übernehmen: Der Posten des Stellvertreters war geboren. Bis 2018 hatte er die Doppelfunktion des Fachbereichs- und des stellvertretenden Schulleiters inne.
Natürlich neben seiner Lehrtätigkeit, die er immer am liebsten ausgeübt hat: „Ich wollte immer mit den Menschen zusammenarbeiten, ihre Reaktionen im Unterricht sehen und beobachten, wie sich ihre - heute sagt man - Kompetenzen verbessern.“ Und auch wenn es mal stressig wurde, ließ sich Rudi möglichst  selten aus der Ruhe bringen: „Mit Zampano kommst du auch nicht weiter! Man muss halt immer nach Lösungen suchen!“

Mit seinem 35-jährigen DEULA-Jubiläum neigt sich seine aktive Zeit auch langsam dem Ende zu. Aber eine Weile bleibt Rudi Horstmann noch an „seiner“ DEULA. Er wird seine Nachfolgerin Angela Buhne einarbeiten oder – wie er es selbst formuliert – „onboarden“. Und dann wird er sich bis zu seiner Rente auf das konzentrieren, was ihm am meisten Spaß macht: „Bis dahin mache ich am liebsten den Pauker. Das ist das Schönste an der DEULA!“ Wie gesagt: Einmal DEULAner – immer DEULAner!

 

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