Buntes Treiben und Standing Ovations beim Theaterfest zum Saisonabschluss
Vielfalt und Lebendigkeit der Warendorfer Kulturszene eindrucksvoll unter Beweis gestellt
Warendorf. Mit einem furiosen Theaterfest hat das Theater am Wall am Samstagabend die Vorhänge für die aktuelle Spielzeit fallen lassen. Ein Abend voller Musik, Tanz und guter Laune lockte zahlreiche Besucher an, die bis spät in die Nacht ein abwechslungsreiches Programm auf den Bühnenbrettern erlebten.
Den schwungvollen Auftakt lieferte die Ostbeverner Trommelgruppe „Camposada“ unter der Leitung von Günter Eschkotte. Mit ihren mitreißenden Sambaklängen entführten sie das Publikum in die Welt afro-brasilianischer Rhythmen und sorgten so für die perfekte Einstimmung auf den kulturellen Abend. Anschließend eröffneten Simon Groß und Björn Eisfeld offiziell den Jour Fixe XXL.
Ein wahrer Augenschmaus waren die Auftritte der Tänzerinnen des TSC Warendorf. Die Formation „Relieve“ unter der Leitung von Trainerin Katharina Steinhoff präsentierte die Highlights ihrer erfolgreichen Saison in der Jugend-Verbandsliga. Mit ihrer Modern-Jazz-Darbietung zogen sie das Publikum in ihren Bann und ernteten tosenden Applaus.
Besondere Gänsehautmomente bescherte der Chor „Musaik“ unter der Leitung von Beate Kuchenbuch. Mit dem traditionellen Volkslied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ eroberten sie die Herzen der Zuhörer im Sturm. Doch auch moderne Klänge wie „Der Weg“ von Herbert Grönemeyer und „Human“ von Rag'n'Bone Man begeisterten das Auditorium. Chorleiterin Beate Kuchenbuch verriet mit einem Augenzwinkern, dass die Generalprobe alles andere als glatt verlaufen war, lobte aber ausdrücklich den perfekten Service und die professionelle Unterstützung durch die ehrenamtlichen Helfer des Theaters am Wall. Mit ihrem bewegenden Schlusslied „Laut sein“ von Maybebob setzte der Chor ein posthumes Denkmal für die kürzlich verstorbene Margot Friedländer.
Für heitere Momente sorgte eine Whitney Houston-Challenge, bei der das Publikum sein Rhythmusgefühl unter Beweis stellen konnte. Beim Klassiker „I will always love you“ galt es, den Gesangseinsatz mit einem Paukenschlag zu treffen. Alisa, Natasche, Biggi und Heide verfehlten zwar die hundertprozentige Genauigkeit, lagen aber nur winzige Sekundenbruchteile daneben – ein respektables Ergebnis.
Ein Wiedersehen gab es mit Henry Jürgens, bekannt durch die Punkband „Hengstparade“. Mit seiner Formation „Fat Trousers Accustic Rollers“ präsentierte der Wahl-Warendorfer, der einst aus dem Ruhrpott in die Emsstadt kam, seine ganz eigenen Interpretationen von Songs wie „Opposite“ von Biffy Clyro, „The Fear“ von Lily Allen und „Where the wild Roses grow“ von Nick Cave und Kylie Minogue – und das Publikum war begeistert.
Bereits in der Vergangenheit hatten sie gemeinsam auf der Bühne gestanden: „Unity“, der Zusammenschluss der TSC Profiliga aus Nova Beatz und Reset, sorgte im Paul-Schallück-Saal des Theaters für Furore und brachte den Saal zum Toben.
Den fulminanten Schlusspunkt des Abends setzte der Chor „Mischtöne“ unter der Leitung von Thomas Kraß, hervorgegangen aus den „Misstönen“. Mit Elton Johns „I'm still standing“ begrüßten sie das Publikum, ließen mit dem erneut präsentierten Rag'n'Bone Man-Hit „Human“ die Wände des Theaters erzittern und begeisterten schließlich mit „What if I could tell you“ eines US-amerikanischen Kadettenchors.
Neben dem abwechslungsreichen Bühnenprogramm kam auch das leibliche Wohl der Gäste nicht zu kurz. Das Theaterteam verwöhnte in den Pausen mit kühlen Getränken, sommerlichen Cocktails und Köstlichkeiten vom Grill in entspannter Atmosphäre. So ging ein gelungener Abend zu Ende, der die Vielfalt und Lebendigkeit der Warendorfer Kulturszene eindrucksvoll unter Beweis stellte und die Vorfreude auf die kommende Spielzeit weckte.













