Chance für Bekenntnisschulen
Herausforderungen bei der Nachfolge der Johannesschule Sassenberg
Sassenberg. Mit dem Ruhestand von Maria Erdmann, Leiterin der Johannesschule Sassenberg, zum 1. Februar, steht die katholische Bekenntnisschule vor einer Nachfolgelücke. Eine evangelische Bewerberin wäre fachlich geeignet, scheitert jedoch an der gesetzlichen „Konfessions-Klausel“. Erdmann und der CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier diskutierten über mögliche Lösungen.
Angesichts sinkender Bewerberzahlen für Schulleitungen erschwert die konfessionelle Bindung an Bekenntnisschulen die Besetzung. Die Schülerschaft und das Kollegium sind längst nicht mehr rein katholisch geprägt, betont Erdmann: „Wir teilen alle christliche Werte, und das sollte im Sinne der Bekenntnisschulen erhalten bleiben.“
Aufgrund fehlender katholischer Bewerber stellte die Johannesschule einen Antrag auf Umwandlung zur Gemeinschaftsschule. Erste Hürden wie Unterschriften und Abstimmungen wurden genommen, doch der bürokratische Prozess bleibt langwierig.
Erdmann plädiert für flexible Lösungen wie ein „Tandem-Modell“, bei dem ein konfessionsverschiedener Leitungsteam die Werte wahrt. Auch Hagemeier unterstützt pragmatische Ansätze und betont die Bedeutung von Investitionen in Bildung: „Wir müssen daran arbeiten, solche Prozesse zu erleichtern, um die Arbeit an den Schulen zu stärken.“













