18. Januar 2023 / Allgemein

Cybercrime-Kongress von Polizei und IHK

Innenminister Reul eröffnet Veranstaltung am 3. März

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Cybercrime-Kongress von Polizei und IHK

Innenminister Reul eröffnet Veranstaltung am 3. März

Münster. - „Was kann ein Unternehmen tun, um einen Cyberangriff zu verhindern? Was ist zu tun, wenn‘s passiert ist?“ Das sind entscheidende Fragen, die sich Unternehmen und Institutionen aktuell stellen müssen, weil die Gefahr von Angriffen auf die IT-Systeme von Unternehmen und Institutionen weiter steigt. Darauf reagieren die IHK Nord Westfalen und die Polizei Münster mit dem ersten gemeinsamen Cybercrime-Kongress. Am 3. März 2023 wird NRW-Innenminister Herbert Reul den hochkarätig besetzten Kongress als Ehrengast eröffnen.

„Cyberangriffe sind eine existenzielle Bedrohung für Unternehmen“, betont Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, deren bundesweites Netzwerk im vergangenen Jahr selbst Ziel einer Cyberattacke war. „Niemand kann sich vollkommen sicher fühlen“, sagt er. Umso wichtiger sei es, sich zu informieren und in die IT-Sicherheit zu investieren.

Kommt es zu einer Cyber-Attacke spielt die enge Zusammenarbeit mit der Polizei eine herausragende Rolle, um Schaden zu verhindern und die Ermittlungen zu unterstützen. „Als Polizei haben wir in den vergangenen Jahren viel Know-how aufgebaut. Wir stehen im Falle eines Cyberangriffs an der Seite der Unternehmen, leisten wichtige Beratungs- und Ermittlungsarbeit und helfen, Prozesse zu ordnen und wieder zum Laufen zu bringen“, betont Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf. „Die Verbindung zwischen IHK und Polizei in einem gemeinsamen Kongress lag damit auf der Hand.“

Erfahrungsberichte betroffener Unternehmen, die Sicherheitslage aus Sicht der Polizei und der Staatsanwaltschaft wie auch konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dieser regelmäßig wirtschaftlich bedrohlichen und zum Teil existentiellen Krise stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Unternehmen und Institutionen bekommen Tipps und Hilfestellungen, wie sie sich vor Cyberangriffen schützen können und wie ein besserer Austausch zur Informationssicherheit zwischen Staat und Wirtschaft funktionieren kann. Neben Innenminister Herbert Reul werden auch Landeskriminaldirektor Johannes Herrmanns aus dem Innenministerium sowie Vertreter des Landeskriminalamtes und der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen von der Staatsanwaltschaft aus Köln erwartet. 

Die Zahlen der Cyberangriffe in Deutschland steigen unabhängig von Branche und Größe der Unternehmen. Mehr als 220 Milliarden Euro Schaden entstehen der deutschen Wirtschaft jährlich laut einer Studie des Digitalverbundes Bitkom. Das Spektrum krimineller Manipulationen im Unternehmenskontext reicht vom Ausspähen von Konfigurationsdaten und sensiblen Informationen bis zu Einflussnahmen auf die Steuerung von Produktionsanlagen oder Qualitätssicherungssystemen. Insbesondere Ransomware- und sogenannte DDos-Angriffe (Distributed Denial of Service) legen den Geschäftsbetrieb in betroffenen Unternehmen lahm. Neben wirtschaftlichen Folgen entstehen auch Reputationsschäden, bis hin zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit.

Die Polizei Münster und die IHK Nord Westfalen laden zu dem Kongress Geschäftsführende und IT-Verantwortliche aus kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Institutionen aus Nord-Westfalen herzlich ein.

Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten von WestLotto, Weseler Straße 108-112, in Münster statt. Details zu Programm und Workshops sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier:

www.ihk.de/nordwestfalen/cybercrime-kongress

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