21. April 2020 / Allgemein

Das Leben kehrt zurück

Endlich sind die Geschäfte wieder offen

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Das Leben kehrt zurück

„Wir freuen uns“ – Jeder erste, zweite oder spätestens dritte Satz fing so an. DEIN WAF war am frühen Montagmorgen in der Warendorfer Altstadt unterwegs, um die Reaktionen der Geschäftsleute auf die Lockerung der Corona-Regeln zu erfragen. Denn seit heute morgen dürfen nahezu alle – aber eben nicht alle – Geschäfte in der Altstadt wieder öffnen.

„Nach vier Wochen Schließung ist man natürlich froh, dass das öffentliche Leben zu einer neuen Normalität zurückkehrt“, sagt Uwe Henkenjohann von „Vom Fass“. In grauer Vorzeit war er einer der führenden Köpfe der Warendorfer Kaufmannschaft und hat auch heute noch tiefen Respekt für die Arbeit und Situation der anderen Geschäftsleute. Vier Wochen seien für den Einzelhandel eine lange Zeit und es werde lange dauern, bis man auf ein Vor-Corona Niveau zurückfinden werde, sagt er. Kein Verständnis hat er für die weiter dauernde Schließung von Geschäften mit über 800 Quadratmetern. Hier hofft er auf eine kurzfristige Lösung der Landesregierung.

Das hofft auch Rainer Kuschinski vomgleichnamigen Intersport Fachgeschäft. Der Betrieb ist von dieser Grenze betroffen und darf auch nicht, so wie es beispielsweise in Niedersachsen erlaubt ist, seine Fläche durch Absperrungen verkleinern und auf dem verkleinerten Rest verkaufen. Entsprechend sind seine Äußerungen sehr emotional und verständlicherweise kaum druckreif. Ihm bleibt nur, einen Abholservice im Eingangsbereich vor der Ladentür anzubieten.

Besser hat es Christoph Berger vom Modehaus Ebbers. Neben dem – ebenfalls wegen der Flächengröße geschlossenen – Modehaus kann er den Kundinnen und Kunden den Einkauf im räumlich separaten „Kinderladen“, der „Stylebar“ und im „Wäschehaus“ anbieten. Bereits morgens war die Nachfrage da und sie war es auch, so Berger, in der Zeit der Schließung, als nur „Warendorf bringt‘s“ für die Versorgung der Menschen einspringen konnte. „Wäsche war durchgängig der Renner“, sagt er und „Wir freuen uns, dass wir mit einem breiten Angebot wieder da sind.“

Nie weg war das Café Hülsmann. Da die dortigen Delikatessen glücklicherweise unter Lebensmittel subsumiert werden, war vom Kuchen bis zu den beliebten Pferdeäppeln alles erhältlich. Nun sind die Inhaber gespannt „wie die Leute das annehmen“, und sie „hoffen, das mehr Menschen in die Altsadt kommen“.

Das würden auch alle anderen Betriebe so unterstreichen. Das Angebot zeigt auf jeden Fall breite Vielfalt, auch in der Emsstraße. Zwar gelten Jeans in der Regel als ziemlich unverwüstlich, aber auch dafür war am Montagmorgen bereits Nachfrage da. Und das bunte Angebot vom Briidgehouse, mit dem sich das Zuhause nicht nur für Quarantänezeiten dekorativ verschönern lässt, lockte ebenfalls die erste Kundschaft in den Laden. „Ich freu mich einfach, dass wir wieder aufmachen können und ich meine Kunden wiedersehe“, sagt Sabrina Haidoun. Zwar kann sie derzeit kein Café anbieten, die Öffnungszeiten sind allerdings unverändert.

„Markus Alker – Mode for Men“ hatte am Montag noch geschlossen, öffnet aber ab Dienstag wieder.

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