„Das Pferd in Kunst und Kulturgeschichte“: Großes Ausstellungsprojekt im Münsterland startet 2026
Warendorf - Anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts in Warendorf im Jahr 2026 entsteht im Münsterland ein außergewöhnliches Kulturprojekt: Unter dem Titel „Das Pferd in Kunst und Kulturgeschichte“widmen sich vier Museen von Mai bis Oktober 2026 in einer gemeinsamen Kooperationsausstellung der jahrtausendealten Beziehung zwischen Mensch und Pferd.
Pferde zählen zu den ältesten Motiven der Kunstgeschichte – von steinzeitlichen Höhlenmalereien bis hin zu zeitgenössischen Darstellungen. Als Transportmittel, Arbeitstier, Kriegsgefährte, Sportpartner oder Wildtier hat das Pferd über Epochen hinweg Künstlerinnen und Künstler inspiriert und einen festen Platz in der Kunst- und Kulturgeschichte eingenommen.
Die dezentrale Ausstellung spannt einen Bogen über mehrere Jahrhunderte und verschiedene Stilrichtungen. Beteiligt sind das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster, das Dezentrale Stadtmuseum Warendorf, das Westpreußische Landesmuseum Warendorf sowie das Museum Abtei Liesborn in Wadersloh.
„Ich danke den beteiligten Institutionen für die Realisierung dieses umfangreichen und beeindruckenden Ausstellungsprojektes anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts. Besonders freue ich mich, dass mit den Präsentationen an vier Standorten das Thema Pferd auch aus kunst- und kulturhistorischer Perspektive in den Fokus gerückt wird“, erklärt Dr. Felix Austermann, Gestütsleiter und Direktor der Deutschen Reitschule.
Hunderte Exponate vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart dokumentieren die Entwicklung des künstlerischen Ausdrucks rund um die Beziehung von Mensch und Pferd. Die Werke stammen aus öffentlichen und privaten Sammlungen sowie Museen aus Deutschland und Europa. Ergänzt werden die Sonderausstellungen durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Führungen und Kunstworkshops für Kinder und Erwachsene.
Im Dezentralen Stadtmuseum Warendorf ist vom 3. Mai bis 16. August 2026 die Ausstellung „Von Romantik bis Jugendstil – Das Pferd in der Kunst des 19. Jahrhunderts“ zu sehen. Im Mittelpunkt steht die Rolle des Pferdes als Statussymbol und beliebtes Motiv der Pferdemalerei dieser Epoche.
Das Westfälische Pferdemuseum Münster präsentiert vom 30. Mai bis 27. September 2026 die Schau „Von Dürer bis Stubbs. Das Pferd in der Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts“. Thematisiert wird die Entwicklung des Pferdes vom Machtsymbol zum eigenständigen Charaktertier in der europäischen Kunst.
Im Museum Abtei Liesborn startet am 12. Juli 2026 die Ausstellung „Von Arbeitspferd bis Zirkuswelt. Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts“. Mehr als 140 Exponate zeigen die enge Verbindung von Mensch und Pferd in Alltag, Landwirtschaft, Krieg und Unterhaltung.
Das Westpreußische Landesmuseum Warendorf widmet sich vom 18. Juli bis 18. Oktober 2026 mit der Ausstellung „Trakehner – Pferde, Menschen, Wege. Geschichte und Schicksal einer legendären Rasse“ der Geschichte des Trakehners sowie dem Schicksal von Pferden und Züchtern während und nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf einen facettenreichen Ausstellungsreigen freuen, der neue Perspektiven auf eine der ältesten Beziehungen zwischen Mensch und Tier eröffnet – kunstvoll, historisch und emotional zugleich.













