Freckenhorst - Es sind Bilder, die wohl vielen Schützen noch lange in Erinnerung bleiben werden. Als am Montagmorgen die Musikkapellen auf dem Stiftsmarkt aufspielten, die Kutschen mit der amtierenden Throngesellschaft vorfuhren und das Bürgerschützenbataillon zum traditionellen Antreten bereitstand, lag eine ganz besondere Stimmung über der Stiftsstadt. Denn für Oberst Thomas Feldmann sollte es der letzte Schützenfestmontag in seiner Funktion als Kommandeur der Freckenhorster Bürgerschützen werden.
Nach 13 Jahren an der Spitze des Vereins kündigte Feldmann an, bei der kommenden Generalversammlung nicht erneut für das Amt des Obersts zu kandidieren. Es war ein Moment voller Emotionen – für ihn selbst ebenso wie für die vielen Schützen, die ihm über Jahre hinweg ihr Vertrauen geschenkt hatten.
Hoch zu Ross richtete Feldmann bewegende Worte an das Bataillon.
„Es war mir eine große Ehre, Euer Oberst zu sein“, sagte er sichtlich gerührt. Mit großer Dankbarkeit blickte er auf seine Amtszeit zurück. Als er am 28. Juli 2013 die Nachfolge von Ehrenoberst Ludger Schulze Niehues antrat, habe er sich vorgenommen, nicht in dessen Fußstapfen zu treten, sondern eigene Spuren zu hinterlassen.
„Ich wollte meinen eigenen Weg gehen. Ob mir das gelungen ist, müssen andere beurteilen. Ich kann nur sagen: Ich habe keinen einzigen Schritt als Oberst des Bürgerschützenvereins bereut.“
Seine Worte machten deutlich, wie eng Thomas Feldmann mit dem Verein verbunden ist. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, all jenen zu danken, die ihn während seiner Amtszeit begleitet und unterstützt haben. Besonders hob er den Vorstand, das Offizierscorps und sein Adjutantenteam mit Dieter Brüggemann, Moritz und Yvonne Nüßing sowie Rita Schmid hervor. Sie alle hätten mit großem Engagement dafür gesorgt, dass die zahlreichen Umzüge und Veranstaltungen Jahr für Jahr reibungslos stattfinden konnten.
Die emotionalsten Worte richtete Feldmann jedoch an seine Familie. Seiner Ehefrau Elke sowie seinen Kindern Tom, Max und Leni dankte er dafür, dass sie ihm in all den Jahren den Rücken freigehalten hätten.
„Ohne Eure Unterstützung hätte ich das so nicht machen können. Danke.“
Dass Thomas Feldmann die Freckenhorster Bürgerschützen in den vergangenen 13 Jahren geprägt hat, zeigte sich unmittelbar nach seiner Ansprache. Unter lang anhaltendem Applaus und lautstarken Jubelrufen schritt er – wie zuvor die amtierenden Majestäten – ein letztes Mal die Reihen der angetretenen Schützen und Musikformationen ab. Viele applaudierten minutenlang, andere verabschiedeten ihren Oberst mit sichtlicher Rührung.
Für einen ganz besonderen Gänsehautmoment sorgte schließlich die Throngesellschaft. Mit einer gemeinsamen La-Ola-Welle verabschiedete sie ihren Oberst und setzte damit den emotionalen Schlusspunkt unter einen Abschied, der vielen Freckenhorstern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.













