Deutsche Unternehmen setzen weiter auf den US-Markt
IHK-Außenwirtschaftsausschuss fordert zügigen Bürokratieabbau durch die EU
Münsterland – Deutsche Unternehmen mit Niederlassungen in den USA blicken weiterhin optimistisch in die Zukunft. „Die Geschäfte laufen gut und sollen auch künftig ausgebaut werden“, betonte Mark Tomkins, Präsident und CEO der Deutsch-Amerikanischen Industrie- und Handelskammer Midwest, bei der Frühjahrssitzung des Außenwirtschaftsausschusses der IHK Nord Westfalen. Zugeschaltet aus Chicago, stellte Tomkins den Unternehmerinnen und Unternehmern die aktuelle Studie „German-American Business Outlook (GABO)“ vor. Trotz wirtschaftspolitischer Unsicherheiten, steigender Inflation und höherer Kosten auf beiden Seiten des Atlantiks, bleibt die US-Wirtschaft für viele Unternehmen ein verlässlicher und attraktiver Partner.
Besonders im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region zeigt sich die Industrie investitionsfreudig: Jeder zweite im Ausland aktive Industriebetrieb plant laut IHK-Umfrage Investitionen in den USA. Bereits heute pflegen über 300 regionale Unternehmen stabile Geschäftsbeziehungen mit einem jährlichen Exportvolumen von rund zwei Milliarden Euro.
Gleichzeitig richtete der Außenwirtschaftsausschuss einen klaren Appell an die EU: „Die angekündigten Maßnahmen zum Bürokratieabbau müssen jetzt schnell umgesetzt werden“, forderte Ralph Weidling, Geschäftsführer des Gastgebers Weicon. Unterstützung kam auch von Thorben Petri, Leiter des Referats Europäische Wirtschaftspolitik beim DIHK, der das Arbeitsprogramm der EU vorstellte – darunter der „Clean Industrial Deal“ und das „Omnibus-Verfahren“ zur Entschlackung europäischer Richtlinien.
Die Unternehmen seien bereit, Verantwortung zu übernehmen und die nachhaltige Transformation aktiv mitzugestalten, betonte Weidling. Allerdings brauche es dafür verlässliche und praktikable Rahmenbedingungen. In einem Punkt war sich das Gremium einig: Bürokratieabbau darf keine Vision bleiben – er muss jetzt Realität werden.













