Deutsches Team triumphiert beim Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen
Junioren-Weltrekord durch Leo Elias Baumann
Warendorf – Die deutsche Nationalmannschaft hat beim 30. Internationalen Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen in Warendorf ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht werden können. In der Schwimmhalle der Sportschule der Bundeswehr sicherte sich das Team der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nach zwei Wettkampftagen den Gesamtsieg vor den Mannschaften aus Hongkong/China und den Niederlanden. „Zum Abschluss einer langen Saison haben die Sportlerinnen und Sportler noch einmal alles gegeben. Es waren viele beeindruckende Leistungen zu sehen“, freute sich DLRG-Sportdirektor und Organisationschef Kai Schirmer.
Ein besonderes Highlight aus deutscher Sicht lieferte der erst 16-jährige Leo Elias Baumann. Der Junioren-Vizeeuropameister über 50 Meter Retten einer Puppe stellte mit einer Zeit von 28,96 Sekunden einen neuen Junioren-Weltrekord in dieser Disziplin auf. Diese Leistung brachte ihm die Bronzemedaille hinter dem Polen Kacper Majchrzak (28,40 Sekunden) und dem ehemaligen Weltrekordler Danny Wieck (28,61 Sekunden) ein. Bereits zuvor hatte Baumann bei seinem ersten Auftritt im Nationalteam die 200 Meter Hindernisschwimmen gewonnen. Felix Hofmann und Adrian Bierewitz, beide Mitglieder der deutschen Weltmeisterschafts-Mannschaft, folgten auf den Plätzen zwei und drei.
Der Pole Kacper Majchrzak sicherte sich zudem Gold über 100 Meter Kombinierte Rettungsübung, während sein Landsmann Adam Dubiel über 200 Meter Super Lifesaver triumphierte. Der deutsche Felix Hofmann belegte hier den zweiten Platz und gewann damit auch Silber in der Mehrkampfwertung der Männer. Bester Mehrkämpfer wurde Leo Elias Baumann, während Timo Zembold Rang drei belegte.
Auch die deutschen Frauen konnten überzeugen: Lena Oppermann aus Eisenach gewann den Mehrkampf vor den Sportsoldatinnen Undine Lauerwald und Anna-Fiona Volz. Oppermann triumphierte in drei Disziplinen und holte zudem je einmal Silber und Bronze. Lauerwald, die für die DLRG Halle-Saalekreis antrat, gewann Gold über 200 Meter Super Lifesaver und 100 Meter Retten mit Flossen. Volz überzeugte unter anderem als Zweite im Super Lifesaver und in der Kombinierten Rettungsübung.
In der Wertung der Auswahlmannschaften der 15 DLRG-Landesverbände setzte sich Sachsen-Anhalt zum ersten Mal seit 2016 wieder an die Spitze. Titelverteidiger Westfalen musste sich als Zweiter geschlagen geben, während der Landesverband Brandenburg den dritten Platz belegte.
Insgesamt nahmen rund 230 Athletinnen und Athleten aus acht Nationen am 30. Internationalen Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen teil. Seit der Premiere 1986, als Italien als erstes Land den Titel holte, findet die Veranstaltung stets in Warendorf statt.



























