Die beste Garde ist die Damengarde Neuwarendorf!
Kreisehrengardentreffen in Milte übertrifft alle Erwartungen
Die Damen haben das Rennen gemacht – oder besser: Die Damen sind marschiert – und haben die Kreisstandarte beim Kreisehrengardentreffen in Milte geholt! Die Damengarde des Schützenvereins Neuwarendorf hat sich unter allen Ehren- und Damengarden des Altkreises Warendorf als besonders schneidig, besonders akkurat und besonders treffsicher erwiesen! Denn beim Kreisehrengardentreffen kommt es auf ein gutes Auge und eine sichere Hand beim Schießen und auf Perfektion beim Wertungsmarsch an. Und auf ein solides Stehvermögen. Aber dazu später mehr.
Die Ehrengarde Milte hat das legendäre Kreisehrengardentreffen in diesem Jahr ausgerichtet. Sie hat im vergangenen Jahr die Standarte geholt und damit die Verpflichtung übernommen, die Traditionsveranstaltung für die Schützenvereine und ihre Ehren- und Damengarden aus dem Altkreis Warendorf auszurichten. Und wer die Milter kennt, der weiß, dass sie sich nicht lumpen lassen! Antreten der Formationen war am Sonntag um 13.00 Uhr auf dem festlich geschmückten Sportplatz der DJK Milte. Gleich mit Reisebussen und Planwagen, in PKW und mit dem Rad sind die Unterstützer und Fans, die Familien und Schützenbrüder und -schwestern angereist, um die feierliche Eröffnungszeremonie und den Wertungsmarsch live zu erleben. Warendorfs Bürgermeister Peter Horstmann, selbst ein Freckenhorster Schütze, zeigte sich von der Kulisse mit hunderten Uniformierten und Musikzügen begeistert. Er hieß die Formationen auf das herzlichste mit einem dreifachen Horrido willkommen. Auch Landrat Olaf Gericke ließ es sich nicht nehmen, ein Grußwort an die zahlreichen Formationen zu richten. Tradition und Gemeinschaft im Schützenwesen zu pflegen wäre typisch für den Kreis Warendorf. Dass so viele junge Menschen an der Veranstaltung teilnehmen, zeige, dass die Tradition und das Brauchtum auch in Zukunft weitergeführt würden. Besonders aber freute den Landrat, dass so viele Damengarden an dem Wettstreit teilnehmen: „Früher war das eine reine Männerveranstaltung. Es ist gut, dass das Kreisehrengardentreffen inzwischen auch von beiden Geschlechtern getragen wird!“
Um aber eine solche Veranstaltung mit Hunderten Teilnehmern und ebenso vielen Besuchern überhaupt stemmen zu können, bedarf es zahlreicher Helfer vor und hinter den Kulissen. Der Vorstand der Bürgerschützen Milte und die Führungsriege der Ehrengarde haben dafür seit einem Jahr geplant und gearbeitet. Aber auch zahlreiche Milter und ihre Kinder waren in die Durchführung dieses repräsentativen Events eingebunden. So führten die Kinder aus dem von der ehemaligen Majestät und Vorstandsmitglied Ralf Kerkhoff gegründeten Kinderbataillon die einzelnen Formationen zum Wertungsmarsch. Dafür hatte man auf der Vinnenberger Straße eine ebene und gerade Strecke abgesperrt, an der die strengen Wertungsrichter ihre Noten für Haltung, Akkuratesse, Gleichschritt und – ja – auch für Schönheit gaben. Denn ohne Zweifel machten auch die Uniformen und die Art ihrer Präsentation Eindruck auf die Wertungskommission. Die freiwillige Feuerwehr Milte sorgte – gemeinsam mit den Polizistinnen und Polizisten aus Warendorf – für eine sichere Verkehrsführung. Darüber hinaus gab es Dinge zu bedenken wie die Versorgung der zahlreichen Gäste und Teilnehmer mit Speisen und Getränken. Und obwohl Schützenfest-Profi Schräder mit zwei großen Grillständen und einer riesigen Gyrospfanne auf dem Schützenplatz Position bezogen hatte, konnte man dem Ansturm der hungrigen Schützenschwestern und -brüder kaum Herr werden. Denn alle wollten eine solide Grundlage für das gesellige Beisammensein auf dem Milter Schützenplatz schaffen, denn wenn Milter feiern, das weiß man unter Schützen, dann fließt das Bier in Strömen. Immerhin hatte man bis zur Siegerehrung um 18.00 Uhr ganze vier Stunden Zeit! Auch hier hatte die Milter Ehrengarde ganze Arbeit geleistet: An zahlreichen Bierständen wurden im Schichtbetrieb gezapft, jeder Garde hatte man ein eigenes, gekennzeichnetes Stuhllager bereitgestellt, sodass Miltes gute Stube unter den Linden bald einem riesigen Biergarten glich. Im Wechsel spielten die verschiedenen Musikformationen, allen voran der Milter Spielmannszug und das Milter Fanfarencorps, mit Marsch- und Partymusik auf. Christoph Höckelmann, der Kommandeur der Ehrengarde und als solcher quasi Gastgeber auf dem Geisberg, war mit dem bunten Bild mehr als zufrieden: „So soll es sein – man soll alte Freunde wiedertreffen und neue Freundschaften schließen. Dafür ist das Kreisehrengardentreffen da!“ Und natürlich, um den Pokal zu feiern, den in diesem Jahr die Ehrengarde Milte nachhause holen konnte, dicht gefolgt von den Bürgerschützen Sassenberg und der Schützenbrüderschaft Gröblingen-Velsen. Die Standarte hätte Milte gar nicht gewinnen können, denn als Gewinner des vergangenen Jahres sind die Milter Ehrengardisten für zehn Jahre gesperrt. Das stolze Banner der besten Ehrengarde des Altkreises, die vielgerühmte Kreisstandarte, konnte in diesem Jahr also die Damengarde aus Neuwarendorf nachhause holen. Auch nach der Verleihung von Pokal und Standarte war noch lange nicht Schluss ist auf dem Schützenplatz: Ein DJ und eine gut bestückte Longdrink-Bar sollten Sieger und Platzierte noch lange den Abend genießen lassen. Die Milter Schützen wollten eben zeigen, dass sie nicht nur gut schießen und marschieren können, sondern auch gut feiern! Und hier wären wir auch wieder bei dem oben erwähnten, notwendigen Stehvermögen!













