9. Januar 2024 / Allgemein

Die Lage war kritisch, aber wir hatten großes Glück

Einsatzkräfte und Stadt ziehen Bilanz zum Weihnachtshochwasser

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Die Lage war kritisch, aber wir hatten großes Glück

Einsatzkräfte und Stadt ziehen Bilanz zum Weihnachtshochwasser

Warendorf - Der Pegel der Ems erreichte an den Feiertagen historisch hohe Werte. Die Führungskräfte von Feuerwehr und Verwaltung haben nun ihre Einschätzung zur Ernsthaftigkeit der Hochwasserlage geteilt und diskutieren Verbesserungsmöglichkeiten.

Bürgermeister Peter Horstmann zog das Fazit, dass die Stadt "wirklich glimpflich davon gekommen ist und durchweg die Kontrolle behalten konnte". In einer Pressekonferenz erläuterten die Verwaltungsspitze und die Leitung der Feuerwehr am Dienstag, wie sie die Hochwassersituation über die Weihnachtsfeiertage erlebt haben.

Der Bürgermeister betonte, dass es sich um ein außergewöhnliches Ausmaß handelte, an das man sich in jüngerer Vergangenheit nicht erinnern könne. Er dankte den rund 250 Einsatzkräften von Feuerwehr, THW, DRK und den Maltesern, vor allem den ehrenamtlichen Helfern, die einen bedeutenden Beitrag leisteten.

Horstmann erinnerte an den 22. Dezember, als angesichts des steigenden Pegels der Ems erstmals der Stab für außergewöhnliche Ereignisse einberufen wurde. In regelmäßigen Sitzungen wurde über die nächsten Tage beraten, wobei auch die Möglichkeit eines HQ100-Hochwasserereignisses, das statistisch alle 100 Jahre auftritt, in Betracht gezogen wurde. Obwohl die extremen Werte nicht erreicht wurden, stieg das Wasser an der Teufelsbrücke auf bis zu 4,60 Meter an.

Feuerwehrchef Christof Amsbeck und Amtsleiter Frank Sölken blickten ebenfalls auf die Hochwassertage zurück. Amsbeck schloss sich dem Fazit von Horstmann an, dass Warendorf viel Glück gehabt habe. Dies sei vor allem der guten Vorbereitung und dem frühzeitigen Handeln zu verdanken. Das Zusammenspiel der Einsatzkräfte funktionierte sehr gut, insbesondere mit den THW-Experten, die eine bedeutende Unterstützung waren.

Es hat sich bewährt, einen eigenen Stab für derartige Notfälle einzurichten. Der Feuerwehrchef betonte, dass sieben Löschzüge mit 250 Einsatzkräften nicht mehr einfach so zu führen seien. Die Erfahrungen aus den Weihnachtstagen sollen intern ausgewertet werden, einschließlich einer Überprüfung des Pegel-Messnetzes. Aktuell werden die Ems-Werte vor Warendorf in Rheda und hinter Warendorf in Einen erfasst, sowie an der Teufelsbrücke gemessen.

 

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