Echt hartnäckiges Holz
Berthold Mennemann regiert den Vohrener Schützenverein
„Das sind 4 Zentimeter Holzplatte, wenn der bricht, ist er unten!“ – So weit die Theorie des Vohrener Ehrengardisten Patrick Zellerröhr und der sollte es wissen, schließlich hatte er den Vogel gebaut. Aber Pustekuchen. Bereits vor dem 100. Schuss war der linke Flügel unten und der Vogel hing auf halb acht, aber es dauerte bis zum 274. Schuss um genau 16:00 Uhr, dass Berthold Mennemann den letzten wackeligen Rest von der Schraube holte. Unvergesslich!
Damit ging ein spannender Dreikampf nach einem zunächst etwas zähen Vogelschießen zu Ende. Zwar waren Zepter (Berthold Mennemann, 15. Schuss), Apfel (Christian Leve, 17. Schuss) und Krone (Bernd Heseker, 42. Schuss) noch relativ gefragt, aber danach entspann sich unter dem Dach des Schießpavillons eine eher gemäßigte Kommunikation. Schon bald wurden aus „Och joh“ und „Hmmm“ dann doch „Ei“, „Ui“ oder „Ooooh“, bis hin zu den üblichen Ratschlägen „Unten rechts“, „Auf sieben Uhr“ oder „Mehr mittig“. Was den 51-jährigen Straßenwärter Mennemann, Tim Sechelmann und Lukas Blienert anstachelte interessierte den Vogel allerdings nur wenig. Um so interessierter die Zuschauer, die den Dreikampf mit wachsendem Interesse verfolgten.
Ein spannender Höhepunkt an Tag 2 des etwas zweigeteilten Schützenfestes, dessen erster Tag ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums der Vohrener Ehrengarde stand, das ausgiebig gewürdigt und gefeiert wurde. 16 Formationen aus befreundeten Vereinen zählte Ehrengardenkommandeur Bernd Heseker bei seiner Begrüßung zur Parade auf, dazu die vereinseigenen.
Die starke, lebendige und stolze Gemeinschaft, so Heseker, wurde von 27 „mutigen Männern“ gegründet, denen er ausdrücklich dankte, ebenso wie den nachfolgenden engagierten Kommandeuren. Sie hätten dazu beigetragen die Tradition zu bewahren und weiter zu entwickeln. Heseker dankte auch den aktuellen Ehrengardisten für ihr Engagement zur Beschaffung der, von Sparkasse und Volksbank unterstützten, Anschaffung der neuen Uniformen, die am Samstag zum ersten Mal gezeigt wurden.
Der weitere Tag bestand aus fröhlichem Feiern, diversen Schießwettbewerben sowie einem Kinderschützenfest. Hier bestieg Königin Leni Reinker den Thron und wählte Anton Leve zum König. Sie werden begleitet von Greta Aschhoff und Henry Conzelmann, Emma Harstromberg und Theo Haverkamp, Emilia Essmann und Joris Reinker, Paula Frese und Niklas Reinker sowie Klara Haverkamp und Max Schwakenberg. Die Namen des Königsthrons werden erst bei der Krönung bekannt gegeben.
Mit dem „hartnäckigen Holz“, dem couragierten Zielwasser von Mennemann & Co. sowie dem starken Zusammenhalt der Vohrener – der zweite Tag des Schützenfestes bot genau das, was das Publikum liebt: Spannung, Gemeinschaft und ein rundum fröhliches Fest. Unter Berthold Mennemanns souveräner Regentschaft, der seine Frau Kristina zur Königen nehmen wird, trifft der Verein nicht nur ins Schwarze – er trifft mitten ins Herz!













