Warendorf verleiht Heimatpreis 2025: Ehrenamtliches Engagement im Sophiensaal ausgezeichnet
Warendorf - Im feierlichen Rahmen des Sophiensaals hat die Stadt Warendorf den Heimatpreis 2025 verliehen und damit herausragendes ehrenamtliches Engagement für die lokale Gemeinschaft gewürdigt. Überreicht wurde die Auszeichnung vom Ersten Stellvertretenden Bürgermeister Johannes Austermann.
Der Heimatpreis geht auf eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen zurück und rückt Menschen sowie Projekte in den Mittelpunkt, die ihre Heimat aktiv mitgestalten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
„Heute ehren wir Menschen und Initiativen, die sich auf bemerkenswerte Weise für unsere Gemeinschaft engagieren. Der Heimatpreis würdigt das Miteinander und die Vielfalt, die unser Leben hier in Warendorf so bereichern“, betonte Austermann in seiner Ansprache.
Den ersten Preis, verbunden mit 2.500 Euro Preisgeld, erhielt der Förderverein der Stadtbücherei Warendorf. Seit seiner Gründung im Jahr 2018 setzt sich der Verein dafür ein, die Stadtbücherei als lebendigen „Dritten Ort“ weiterzuentwickeln – als offenen Treffpunkt für Austausch, Kreativität und Gemeinschaft. Besonders gewürdigt wurde die Näh- und Reparaturwerkstatt, in der Ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger bei der Reparatur von Alltagsgegenständen unterstützen und damit nachhaltiges Handeln fördern.
Darüber hinaus überzeugte der Förderverein mit zahlreichen innovativen Projekten: der Einführung der „Open Library“ mit erweiterten Öffnungszeiten, einer „Bibliothek der Dinge“, einer Saatgutbibliothek sowie vielfältigen Angeboten im Außenbereich der Bücherei – darunter Hochbeete, ein Kinderbücherschrank und Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Familien. Auch kulturelle Veranstaltungen, Lesungen und ein aktiver Lesekreis prägen das Engagement des Vereins.
Mit dem zweiten Preis und 1.500 Euro Preisgeld wurde das Plattdeutsche Theater Thalia ausgezeichnet. Die Jury würdigte insbesondere den Einsatz des Ensembles für den Erhalt der plattdeutschen Sprache und regionaler Traditionen.
Der dritte Preis, dotiert mit 1.000 Euro, ging an das Café International. Das Projekt leistet seit 2017 einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Austausch in Warendorf und schafft mit seinem offenen Begegnungsangebot Räume für Geflüchtete, Neubürger und Einheimische.
Die Preisgelder für den Heimatpreis werden vollständig vom Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellt.
Mit der Auszeichnung setzt die Stadt Warendorf erneut ein Zeichen für die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements und würdigt Menschen, die das gesellschaftliche Leben vor Ort nachhaltig bereichern.













