Bundesverdienstmedaille für Warendorfer Ehrenamtler Josef Weil - Ehrung für über 50 Jahre im Dienst am Nächsten
Warendorf - Hohe Auszeichnung für einen außergewöhnlichen Einsatz: Josef Weil aus Warendorf wurde mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte Landrat Dr. Olaf Gericke die Medaille im Warendorfer Kreishaus. Neben Familie und Wegbegleitern nahm auch Bürgermeister Peter Horstmann an der Feierstunde teil.
Mit der Ehrung würdigte der Bund das mehr als 50-jährige Engagement des 76-Jährigen beim Malteser Hilfsdienst (MHD). Weils Verbindung zum MHD begann 1967 mit einem Erste-Hilfe-Kurs. Bereits seit 1970 ist er selbst Ausbilder und begleitete unzählige Einsätze – von lokalen Sanitätsdiensten bis hin zu internationalen Hilfstransporten, unter anderem nach Rumänien und Albanien. Besonders eindrücklich: 1977 begleitete Weil Hilfsgüter nach einem Erdbeben per Transportflugzeug – im Laderaum.
Über Jahrzehnte prägte er den MHD in Warendorf maßgeblich: Von 1989 bis 2022 war Weil Geschäftsführer der Ortsgliederung. Dazu engagierte er sich als stellvertretender Stadtbeauftragter, Diözesanfernmeldereferent und Leiter der Einsatzdienste im Kreis Warendorf. Auch bei großen kirchlichen und internationalen Veranstaltungen war er im Einsatz, darunter beim Besuch von Papst Johannes Paul II. in Münster, bei mehreren Katholikentagen sowie beim Weltjugendtag 2016 in Krakau.
Landrat Dr. Gericke würdigte Weil als „Menschen, der mit Herz, Beharrlichkeit und tiefer Überzeugung hilft und Verantwortung übernimmt“. Auch Bürgermeister Peter Horstmann dankte ihm für seinen jahrzehntelangen Dienst: „Ihr Engagement hat unsere Stadt geprägt und vielen Menschen geholfen – im Ernstfall wie im Alltag.“
Die staatliche Auszeichnung reiht sich ein in weitere Ehrungen, darunter die Verdienstmedaille in Gold des MHD sowie die Pro Merito Melitensi-Medaillen in Bronze und Silber des Souveränen Malteserordens.
Zum Abschluss blickte Josef Weil selbst auf seine Zeit im Hilfsdienst zurück. Der MHD sei über die Jahrzehnte stark gewachsen: „Wir sind heute eine schlagkräftige Truppe!“ Zudem habe das Ehrenamt sein Leben geprägt – nicht zuletzt privat: Beim MHD lernte er seine Ehefrau kennen, und auch seine Kinder begeisterte er für die Arbeit im Hilfsdienst.













