Stadtwerke Warendorf ziehen positive Zwischenbilanz und blicken nach vorn
Ein Jahr EmsWärme in Warendorf
Warendorf - Ein Jahr nach dem offiziellen Spatenstich ziehen die Stadtwerke Warendorf eine durchweg positive Zwischenbilanz zum Großprojekt EmsWärme. Seit dem Start am 13. Januar 2025 ist in der Warendorfer Altstadt viel passiert: Die ersten Bauabschnitte des neuen Wärmenetzes sind erfolgreich umgesetzt, zahlreiche Leitungen verlegt und erste Hausanschlüsse hergestellt worden. Damit ist ein wichtiger Grundstein für eine nachhaltige und klimafreundliche Wärmeversorgung in der Emsstadt gelegt.
Mit dem Projekt investieren die Stadtwerke gemeinsam mit der Stadt Warendorf – unterstützt durch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) des BAFA – in eine zukunftsweisende Infrastruktur. Stadtwerke-Geschäftsführer Ulrich K. Butterschlot betont die Bedeutung des Vorhabens: „EmsWärme steht beispielhaft für unseren Anspruch, die Energiewende in Warendorf aktiv mitzugestalten und Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. Dass dieses Projekt möglich ist, verdanken wir dem Zusammenspiel von Politik, Verwaltung und unserem engagierten Stadtwerke-Team.“
Der bewusste Start in der historischen Altstadt stellte hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung. Enge Straßen, Denkmalschutz, laufende städtebauliche Maßnahmen und die Bedürfnisse von Anwohnern und Gewerbetreibenden machten die Bauphase besonders anspruchsvoll. Dennoch verliefen die Arbeiten planmäßig. Bereits ein erheblicher Teil der vorgesehenen Trassen ist verlegt, weitere Hausanschlüsse folgen in den kommenden Monaten.
Besonders erfreulich aus Sicht der Stadtwerke: Das Interesse in der Bevölkerung ist groß. „Viele Eigentümer haben sich bereits nach Anschlussmöglichkeiten erkundigt“, berichtet Butterschlot. Die Zusammenarbeit mit Anwohnern und Geschäftsleuten sei konstruktiv verlaufen. Auch gemeinsame Aktionen rund um die Baustelle trugen dazu bei, Verständnis für die notwendigen Einschränkungen zu schaffen. „Baustellen sind immer eine Belastung – umso schöner, dass wir auf viel Geduld und Unterstützung gestoßen sind“, ergänzt Björn Güldenarm, Technischer Leiter der Stadtwerke.
Herzstück des Projekts wird künftig das EmsWerk an der Beelener Straße/B64 sein. Dort entsteht parallel zur Leitungsverlegung die zentrale Wärmeerzeugungsanlage. Mit moderner Flusswärmepumpentechnik wird künftig Wärme direkt aus dem Wasser der Ems gewonnen, hocheffizient umgewandelt und über ein unterirdisches Leitungsnetz in Haushalte und Gebäude verteilt – umweltfreundlich, regional und unabhängig von fossilen Energieträgern.
Für das Jahr 2026 richten die Stadtwerke den Blick klar nach vorn: In weiteren Bauabschnitten soll das Netz in Richtung Innenstadt, Schulviertel und Kreishaus erweitert werden. Parallel laufen bereits die Planungen für zusätzliche Ausbaustufen.
„EmsWärme ist ein Projekt für Generationen“, sagt Güldenarm. „Mit jedem Meter Leitung schaffen wir ein Stück Zukunftssicherheit für Warendorf – zuverlässig, klimafreundlich und lokal.“
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich weiterhin bei den Stadtwerken Warendorf über den aktuellen Stand des Projekts und mögliche Anschlussoptionen informieren.













