Ein Märchenfilm für große Kinder
Kreativ-Trio begeistert mit Professor Klucks Geschichten
Warendorf - Ein Abend voller Fantasie, Leidenschaft und kreativer Energie: Im Scala-Kino gewährten Jana Mersch und Christian Confer, besser bekannt als das Kreativ-Duo „Kluck Kola“, einen Einblick in ihr Herzensprojekt „Die fantastischen Abenteuer des Professor Kluck“. Der Märchenfilm für Erwachsene, der seit 2023 in Arbeit ist, verbindet Mythen der Warendorfer Stadtgeschichte mit realen Schauplätzen der Emsstadt und verspricht ein außergewöhnliches Kinoerlebnis.
Die Idee entstand bei einem „konspirativen Treffen“ von Jana Mersch, Christian Confer, Norman und Alex Schneider. Sie stellten an diesem denkwürdigen Abend fest, dass sie die gleichen Filmgeschichten lieben. „Wir haben uns gesagt: Lass es einfach mal ausprobieren“, erinnert sich Confer. Was als kleines, „egozentrisches“ Projekt begann, hat sich inzwischen zu einer Produktion mit bis zu 50 Mitwirkenden entwickelt.
„Es ist ein Herzensprojekt, bei dem wir unserer Fantasie freien Lauf lassen“, erklärt Confer. Tatsächlich steckt in jeder Szene immense Arbeit. Allein die Figuren, die vom Füchtorfer Figurenbildner Norman Schneider liebevoll gestaltet werden, erfordern bis zu 200 Stunden Arbeitszeit pro Stück. Besonders beeindruckend ist die Puppe der Kräuterhexe „Runa“, die nur zu dritt geführt werden kann und mit „Livehands“ ausgestattet ist – eine technische und schauspielerische Herausforderung für das Team.
Neben bekannten Orten in der Altstadt, wie den „Vohrener Luftwurzeln“ als Runas Zuhause oder dem Gadem am Zuckertimpen, gibt es auch fantastische Kulissen. So wurde das „Gruselschloss“ vom Illustrator Daniel Lieske entworfen und eine aufwändige Bibliothek im Keller von Confers Elternhaus gebaut. Auch in technische Aspekte haben die Filmemacher viel investiert – von einer überdimensionalen Nebelmaschine über gigantische Lichtinstallationen von Lichtdesigner Michael Kantrowitsch bis hin zu kreativen, kleineren Lösungen wie einem Laubbläser, der als Windmaschine diente. Neben Puppen kamen auch menschliche Darsteller zum Einsatz, vor allem bei den Außendrehs in der Altstadt. „Die Komparsen waren sehr geduldig und ließen sich für eine Gewitterszene von uns mit Laub bewerfen“, schmunzelt Alex Schneider.
Einer der denkwürdigsten Drehtage fand jedoch nachts im Wald statt, wo die Crew unter „Ufo-Licht“, wie Confer den Lichtaufbau von Michael Kantrowitsch nannte, Hot Dogs aß.
Bis Ende des Jahres soll der etwa 30-minütige Film fertiggestellt sein und im Scala-Kino uraufgeführt werden. Eine begleitende Ausstellung im historischen Rathaus ist ebenfalls geplant. Wer das ambitionierte Projekt unterstützen möchte, kann dies über die GoFundMe-Kampagne unter dem Link https://gofund.me/d5ac6b4a tun.













