50 Jahre VHS Warendorf – Ein Tag voller Begegnungen, Erinnerungen und Zukunftsperspektiven
Warendorf - Die Volkshochschule (VHS) Warendorf feierte gestern ein besonderes Jubiläum: Seit nunmehr 50 Jahren ist sie das kommunale Dienstleistungszentrum für Erwachsenenbildung im Nordkreis Warendorf. Unter dem Motto „Bildung im besten Alter“ blickte die VHS nicht nur zurück auf eine bewegte Geschichte, sondern präsentierte sich zugleich als moderner, lebendiger Ort des Lernens, der Begegnung und der Gemeinschaft.
Festakt mit prominenten Gästen
Der Jubiläumstag begann mit einem feierlichen Empfang für geladene Gäste. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Bildung gaben sich die Ehre: Die Bürgermeister Josef Uphoff (Sassenberg), Karl Piochowiak (Ostbevern), Sebastian Seidel (Everswinkel), Rolf Mestekemper (Beelen) und Warendorfs Bürgermeister Peter Horstmann gratulierten ebenso wie Landrat Olaf Gericke und der Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier. Trotz voller Terminkalender wollten sie es sich nicht nehmen lassen, die Bedeutung der VHS für die Region zu würdigen.
Besonders erfreulich war das Wiedersehen mit allen ehemaligen Leitern der VHS: Hubert Witte, der Gründungsdirektor, prägte die Einrichtung 16 Jahre lang. Ihm folgte Dr. Hans Werner Gummersbach, der die Leitung von 1992 bis 1997 innehatte. Den längsten Abschnitt ihrer Geschichte gestaltete Rolf Zurbrüggen, der die VHS stolze 26 Jahre bis 2024 führte, ehe er in den Ruhestand verabschiedet wurde. Seit vergangenem Jahr steht die VHS unter weiblicher Leitung: Dr. Mareike Beer, die Gastgeberin des Jubiläums, begrüßte die zahlreichen Gäste und betonte in ihrer Ansprache die zentrale Rolle der Erwachsenenbildung für den gesamten Nordkreis Warendorf.
Bildung als Brücke zwischen den Generationen
Musikalisch eröffnete das Blockflötenensemble der VHS den Festakt, bevor Landrat Gericke in seiner Ansprache die Bedeutung lebenslangen Lernens hervorhob: „Egal ob im Bereich EDV, Sprachen oder Künstliche Intelligenz – Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss. Lernen hält jung, verbindet Generationen und stärkt unsere Gesellschaft.“ Zum Abschluss seiner Rede zitierte er Wilhelm Busch mit einem Augenzwinkern: „Also lautet ein Beschluss: Dass der Mensch was lernen muss.“
Auch Bürgermeister Peter Horstmann nutzte die Gelegenheit, die Bedeutung der VHS für die Region hervorzuheben. Mit einem Einzugsgebiet von über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sei die Einrichtung ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Bildungslandschaft. Gleichzeitig unterstrich er die Unterstützung der Stadt Warendorf: Die günstigen Mietkonditionen im Alten Laurentianum seien kein Luxus, sondern ein klares Bekenntnis zur Förderung der Erwachsenenbildung.
Feier im Park und vielfältiges Mitmachprogramm
Nach dem offiziellen Teil öffnete die VHS ihre Türen und lud die Bevölkerung zum Mitfeiern ein. Auf der Bühne im Park vor dem Alten Lehrerseminar sorgte die Band „The Old Boys“ für die passende Stimmung. Gleichzeitig boten zahlreiche Mitmachangebote, Workshops und kreative Aktionen die Möglichkeit, Neues auszuprobieren und ins Gespräch mit Dozentinnen und Dozenten zu kommen.
Ein Highlight war das Jubiläumskonzert des Blockflötenensembles in der Aula der VHS. Daneben lockten Schnupperkurse in den Bereichen Fremdsprachen, Yoga, Kunst und Kultur sowie beruflicher Weiterbildung. Auch innovative Themen wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz – unter anderem durch praktische Einblicke in die Arbeit mit ChatGPT – fanden großes Interesse.
Dr. Mareike Beer betonte: „Die VHS ist seit 50 Jahren weit mehr als nur ein Ort zum Lernen. Sie ist ein Ort der Begegnung, des Austausches und der Gemeinschaft. Mit unserem Jubiläumstag möchten wir zeigen, wie vielfältig Bildung sein kann – und dass sie für Menschen jeden Alters bereichernd ist.“
Auftakt zum Semesterstart
Das Jubiläum war gleichzeitig der Startschuss für das neue Herbstsemester. Mit dem „Langen Abend der offenen Tür“ will die VHS Warendorf nicht nur ihr Bildungsangebot präsentieren, sondern auch die Lust am lebenslangen Lernen wecken. Familien mit Kindern waren ebenfalls herzlich eingeladen – denn die VHS versteht sich als Haus für alle Generationen.
Am Ende dieses besonderen Tages blieb die Erkenntnis: Die VHS Warendorf ist nach 50 Jahren „im besten Alter“ angekommen – mit stolzer Tradition, einem starken Netzwerk und einem klaren Blick in die Zukunft.













