Warendorf - Zwei große öffentliche Gebäude sollen künftig ihre Wärme aus der Ems beziehen: Das Kreishaus und das Paul-Spiegel-Berufskolleg sollen an das EmsWärme-Netz der Stadtwerke Warendorf angeschlossen werden. Mit der Unterzeichnung entsprechender Vorverträge haben der Kreis und die Stadtwerke jetzt einen weiteren wichtigen Schritt für den Ausbau der klimafreundlichen Wärmeversorgung in Warendorf gemacht.
Die unterzeichneten Vorverträge wurden bei einem gemeinsamen Termin im Kreishaus offiziell übergeben. Mit dabei waren Landrat Dr. Olaf Gericke, Kreisdirektor Dr. Stefan Funke, Hendrik Borgstedt, Leiter des Amtes für Hochbau und Immobilienmanagement, Stadtwerke-Geschäftsführer Ulrich K. Butterschlot sowie der technische Leiter der Stadtwerke und EmsWärme-Projektleiter Björn Güldenarm.
Kreis setzt auf nachhaltigen Energiemix
Für den Kreis Warendorf ist der geplante Anschluss ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer möglichst klimafreundlichen Energieversorgung der eigenen Gebäude. Bereits seit vielen Jahren setzt der Kreis bei seinen Liegenschaften auf einen Energiemix aus Holzpellets und Holzhackschnitzeln, Solarenergie sowie Bio- und Erdgas.
„Der Anschluss unserer Liegenschaften an das EmsWärme-Netz ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer klimafreundlichen und langfristig wirtschaftlichen Wärmeversorgung. Damit setzen wir ein klares Zeichen für nachhaltiges Handeln im Kreis Warendorf“, erklärt Landrat Dr. Olaf Gericke.
Mit dem Kreishaus und dem Paul-Spiegel-Berufskolleg bekommt das noch junge Wärmenetz zugleich zwei bedeutende öffentliche Gebäude als künftige Abnehmer. Für die weitere Entwicklung der EmsWärme sind solche sogenannten Ankerkunden von besonderer Bedeutung.
Wichtiger Impuls für den weiteren Netzausbau
Auch Stadtwerke-Geschäftsführer Ulrich K. Butterschlot sieht in der Vereinbarung ein starkes Signal: „Die Anschlüsse sind ein deutliches Signal für die Wärmewende in Warendorf. Sie sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Wärmeversorgung unserer Stadt.“
Für Projektleiter Björn Güldenarm geht es dabei nicht nur um die beiden neuen Anschlüsse. Je mehr Gebäude das Netz nutzen, desto besser werden die Voraussetzungen für dessen weiteren Ausbau.
„Mit jedem weiteren angeschlossenen Gebäude steigen die Attraktivität und Wirtschaftlichkeit unseres Netzes. Gemeinsam schaffen wir eine nachhaltige Wärmeversorgung, von der die Stadt langfristig profitieren wird“, so Güldenarm.
Wärme aus der Ems soll fossile Energieträger ersetzen
Hinter EmsWärme steht das Ziel, die Wärmeversorgung in Warendorf Schritt für Schritt unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen. Dabei wird die in der Ems vorhandene Umweltwärme genutzt und über ein wachsendes Wärmenetz zu den angeschlossenen Gebäuden gebracht.
Mit der geplanten Anbindung von Kreishaus und Paul-Spiegel-Berufskolleg erhält das Projekt nun zusätzlichen Rückenwind. Zwei große öffentliche Liegenschaften könnten künftig mit EmsWärme versorgt werden und gleichzeitig dazu beitragen, die Grundlage für den weiteren Ausbau des Netzes in Warendorf zu schaffen.
Damit rücken Kreis und Stadtwerke bei der Wärmewende ein weiteres Stück zusammen – und die Ems bekommt für Warendorf neben Freizeit, Natur und Stadtbild zunehmend noch eine ganz andere Bedeutung: als Energiequelle für die Wärmeversorgung der Zukunft.













