20. März 2025 / Allgemein

Endlich ein Zuhause

Projekt - Verlängerung bis Ende 2027

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Projekt „Endlich ein Zuhause“: Verlängerung bis Ende 2027

Das Projekt „Endlich ein ZUHAUSE!“ ist bis Ende 2027 verlängert worden. In der Kreisverwaltung freut man sich sehr, dass das Kooperations- und Unterstützungsprojekt Wohnungsnotfallhilfe weiter aus Düsseldorf gefördert wird. „Die gute und bewährte Zusammenarbeit zwischen einer zentralen Projektstelle beim Kreis und der aufsuchenden Einzelfallberatung beim SKM bleibt bestehen“, erklärt Kirsten Röttger, Leiterin des Kreissozialamtes.

Die aufsuchende Einzelfallberatung ist ein kostenfreies Angebot, das von Wohnungslosigkeit bedrohte oder bereits betroffene Menschen sehr erfolgreich bei der Vermeidung oder auch Überwindung der Wohnungslosigkeit unterstützt. „Bis Ende 2024 haben wir 277 betroffene Haushalte im Kreis erreicht, in denen 504 Personen lebten. In 32 Fällen gelang es, den bisherigen Wohnraum zu sichern und in 74 Fällen konnten wir neuen Wohnraum akquirieren“, berichten Ann-Christin Richter, Fachkraft im Projekt und Thorsten Rahner, Geschäftsführer vom SKM - Katholischer Verband für soziale Dienste im Kreisdekanat Warendorf.

Die Aufgabe von Philipp Arning als zentrale Projektstelle in der Kreisverwaltung ist es, eine Datenbasis zur Wohnungslosigkeit im Kreis Warendorf zu schaffen, ein kreisweites Netzwerk der Wohnungsnotfallhilfe aufzubauen und zu pflegen sowie das örtliche Wohnungsnotfallhilfesystem weiterzuentwickeln. Dazu hat er bisher drei Fachveranstaltungen zu unterschiedlichen fachlichen Themenschwerpunkten ausgerichtet und Runde Tische in vier Regionen des Kreises durchgeführt. Alle Veranstaltungen waren gut besucht und haben zu einer steigenden Vernetzung der ehrenamtlichen Helfer und Fachkräfte geführt.

Für sie hat Philipp Arning zudem einen Wegweiser erstellt, der kurze Beschreibungen und Kontaktinformationen zu den wichtigsten Angeboten der Wohnungsnotfallhilfe im Kreis Warendorf enthält. Er kann in der jeweils aktuellen Fassung auf der Homepage des Kreises heruntergeladen werden (https://www.kreis-warendorf.de/unsere-themen/soziales/praevention-von-wohnungsnotfaellen).

Hintergrund:
Am 30. Juni 2024 gab es im Kreis Warendorf 3463 kommunal untergebrachte wohnungslose Menschen. Das sind 535 mehr als ein Jahr zuvor. 96 Prozent der Menschen waren untergebrachte Geflüchtete mit gesichertem Aufenthaltsstatus, die zuvor noch keine Wohnung in Deutschland hatten. Die Zahl der ordnungsrechtlich untergebrachten Wohnungslosen, die ihre bisherige Wohnung verloren haben, belief sich auf 149.

Nicht in diesen Zahlen enthalten sind die sog. verdeckten Wohnungslosen, die vorübergehend etwa bei Verwandten, Freunden und Bekannten, in Hotels, Monteurswohnungen oder auf Campingplätzen unterkommen. Für diese Gruppe gibt es jedoch keine gesicherten Zahlen. Auch nicht enthalten ist die Zahl der Obdachlosen, die ohne jede Unterkunft auf der Straße, an Bahnhöfen, unter Brücken, in leerstehenden Gebäuden usw. leben.

Daneben gibt es zahlreiche Menschen in anderen Wohnungsnotlagen wie drohender Wohnungslosigkeit, Leben in viel zu kleinen, überteuerten, baufälligen oder nicht alters- und leidensgerechten Wohnungen bis hin zu familiären Konflikten und häuslicher Gewalt.

Sie alle haben gemeinsam, dass sie sich in einer Wohnungsnotlage befinden und sich ohne zusätzliche Hilfe nur schlecht daraus befreien können. Um diesen Menschen beim Erhalt ihres bisherigen Wohnraums oder bei der Beschaffung von alternativem Wohnraum zu helfen, bietet der Kreis mit der aufsuchenden Einzelfallberatung des Kooperations- und Unterstützungsprojektes Wohnungsnotfallhilfe Unterstützung an.

Endlich Zuhause

Freuen sich über die Verlängerung des Projektes: (v.l.) Sozialdezernentin Dr. Anna Arizzi Rusche, Philipp Arning (Kreis Warendorf), Ann-Christin Richter, Thorsten Rahner (beide SKM) und Sozialamtsleiterin Kirsten Röttger.

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