Entdecken statt Pauken - Grundschüler erleben Mathematik beim Forschertag
Warendorf - Rechnen, knobeln, entdecken – und dabei jede Menge Spaß haben: Unter dem Motto „Mathe macht Spaß“ verwandelte sich die Bodelschwingh-Grundschule am Freitag für einen ganzen Vormittag in eine lebendige Forschungswerkstatt. Beim großen Mathe-Forschertag tauchten alle Schülerinnen und Schüler in selbst gewählte Projekte ein und erlebten Mathematik von einer völlig neuen Seite.
Bereits im Vorfeld konnten die Kinder aus 13 spannenden Angeboten wählen. Statt klassischer Arbeitsblätter standen an diesem Tag Neugier, Kreativität und gemeinsames Tüfteln im Mittelpunkt. Ziel war es, Mathematik nicht nur zu rechnen, sondern zu entdecken, zu erforschen und aktiv zu erleben – und genau das gelang eindrucksvoll.
In der Gruppe „Mathematik und Kunst“ entstanden mit Nadel und Faden beeindruckende Kurven, Strahlenkreise und sogar gestickte Einmaleinsreihen. Hier wurde sichtbar, wie eng mathematische Muster und künstlerisches Gestalten miteinander verbunden sind.
Rätselhaft und detektivisch ging es bei „Cäsars geheime Verschlüsselungen“ zu. Die Schülerinnen und Schüler entschlüsselten knifflige Botschaften und entwickelten eigene Geheimschriften. Schnell wurde klar: Hinter Codes und Verschlüsselungen steckt jede Menge Mathematik.
Großen Knobelspaß bereitete auch das klassische Problem „Das Haus vom Nikolaus“. Mit viel Ausdauer und immer neuen Ideen fanden die Kinder unterschiedliche Lösungswege. Ebenso intensiv wurde beim Bauen und Nachbauen von Würfelgebäuden sowie beim Erforschen des „Geheimnisses der magischen Vierecke“ getüftelt.
Besonders lebensnah wurde Mathematik bei einem Projekt außerhalb des Klassenzimmers: Eine Gruppe machte sich auf den Weg in ein nahegelegenes Geschäft, kaufte eigenständig Lebensmittel ein und verarbeitete diese anschließend in der Schulküche. Beim genauen Abwiegen der Zutaten mit Waagen und Gewichten zeigte sich ganz praktisch, wie wichtig mathematische Kenntnisse im Alltag sind – und am Ende entstanden sogar leckere Speisen.
Schulleiterin Dorothee C. Pinkhaus zeigte sich begeistert vom Engagement der Kinder: „Wenn Schülerinnen und Schüler Mathematik selbst entdecken dürfen, entsteht echte Lernfreude. Genau dieses forschende und handelnde Lernen wollen wir an unserer Schule stärken.“ Besonders beeindruckt habe sie die Ausdauer und Kreativität, mit der die Kinder an ihren Aufgaben gearbeitet hätten.
Der Forschertag machte deutlich, wie wertvoll entdeckendes Lernen ist. Die Schülerinnen und Schüler durften eigene Lösungswege entwickeln, Fehler machen, neu denken und gemeinsam Strategien erarbeiten. Genau dieses selbstständige Ausprobieren fördert nachhaltiges Verständnis – und stärkt die Freude am Fach Mathematik.
Am Ende waren sich alle einig: Einen ganzen Vormittag lang in ein selbst gewähltes mathematisches Thema einzutauchen, macht nicht nur schlau, sondern vor allem richtig viel Spaß. Der Mathe-Forschertag war damit ein voller Erfolg – und hat bei vielen Kindern die Neugier auf weitere mathematische Entdeckungen geweckt.













