31. Juli 2022 / Allgemein

Fahnenweltmeisters fulminanter Festauftakt

Freckenhorster Bürgerschützenfest

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Fahnenweltmeisters fulminanter Festauftakt

„Ich musste ein volles Zelt nach Hause schicken“, schmunzelt DJ Marko am Sonntagmittag beim Rückblick auf den Festauftakt der Freckenhorster Schützen am Samstagabend. Die Besucher hätten gerne noch weiter gefeiert, aber um 3 Uhr in der Früh musste Feierabend sein. Wegen der Anwohner, wegen der Auflagen und wegen des Sonntags. Denn schließlich sollten die Freckenhorster Schützenschwestern und -brüder beim Antreten am frühen Sonntagmittag zumindest einigermaßen ausgeschlafen sein. Zu viel müdes Gähnen bei den Ehrungen, die traditionell auch nach zwei Jahren Pause am Sonntag auf dem Stiftsmarkt stattfanden, schickt sich nicht.

Der war erwartungsgemäß gut gefüllt, als Präsident Matthias Kalthöner die Schützen und die Besucher begrüßte. Er fand klare Worte, nicht nur bezüglich der unschönen Pandemiepause, die die Freckenhorster u.a. mit dem Fahnenweltrekord bestens überbrückt hatten. Sondern auch zur aktuellen weltpolitischen Situation und der Position der Freckenhorster Schützen dazu. Zwar werde in militärisch anmutender Tradition marschiert, „aber mit einer Blume im Holzgewehr“. Die stehe bei den Freckenhorster Schützen für gemeinsames Eintreten gegen Krieg und das Ignorieren völkerrechtlicher Konventionen. Er nannte sie ein sichtbares Zeichen für den dringenden Wunsch nach Frieden.

Gleich mehrere Ehrungen durfte das scheidende Königspaar Alfons und Gabi Keßmann vornehmen. Die höchste Auszeichnung erhielt Christian Murrenhoff. Er wurde mit dem Verdienstorden am Grün-Weißen Bande ausgezeichnet. Eine Ehre, die er nur mit wenigen anderen Schützen in der Geschichte des Vereins teilt.

Das Antreten zeigte eine Reihe neuer Bilder, die durch neue Auflagen erklärbar sind, die in der Zukunft sicherlich noch intensiver werden. Irritierend ungewohnte Kopfbedeckungen waren bei den Reitern zu sehen: Mit grünem Stoff bezogene Helme, die im krassen Kontrast zu den aufwändigen Uniformen der Schützinnen und Schützen standen. Ungewohnt ebenfalls: Die intensive Begleitung der Pferde, eine Folge der vielen Fragezeichen, die bundesweit hinter dem Einsatz der Reittiere bei Festveranstaltungen stehen. Ein schönes Bild dagegen die große Zahl von Teilnehmerinnen. Diesbezüglich hat Freckenhorst im Vergleich zu anderen Vereinen eindeutig die Nase vorn.

Der Abmarsch vom Stiftsmarkt für den Umzug zum Festplatz erfolgte keine Sekunde zu spät. Genau zu diesem Zeitpunkt begann es – allerdings harmlos – zu tröpfeln. Das wenige Nass, das kurz darauf wieder aufhörte, störte den weiteren Festverlauf nicht. In dessen Mittelpunkt stand das Kinderschützenfest auf dem weitläufigen Festgelände. Der Nachwuchs hatte sichtlich Spaß am Gebotenen und die Eltern und Großeltern freuten sich über den generationenübergreifenden Nachmittag, bei dem sich Bennet Reinker mit der Armbrust zum Kinderkönig schoss. Mit viel Leckerem, viel Klangvollem, viel Klönschnack und viel Einsatz gegen den Durst, feierten die Schützen nach langer Pause fröhlich und ausgelassen.

Am Montag geht es in Freckenhorst ab 8.50 Uhr weiter. Schon kurz darauf, in der Mittagszeit, wird sich herausstellen, wer Alfons und Gabi Keßmann die schier endlose Regentschaft abnimmt.

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