Warendorf - Eine besonders dreiste Betrugsmasche beschäftigt aktuell die Polizei in Warendorf: Zwei bislang unbekannte Männer haben sich am Dienstagmorgen (18. August) als Polizeibeamte ausgegeben, einen Autofahrer auf der Freckenhorster Straße gestoppt und von ihm ein angebliches Verwarnungsgeld in bar kassiert.
Gegen 7.50 Uhr war ein 37-jähriger Mann aus Oelde mit seinem Pkw auf der Freckenhorster Straße in Richtung Freckenhorst unterwegs. Plötzlich wurde er von einem grau-anthrazitfarbenen VW Passat zum Anhalten aufgefordert. Das Fahrzeug war mit Blaulicht sowie einer roten Leuchtschrift „Stop! Polizei“ ausgestattet und erweckte damit den Eindruck einer zivilen Polizeistreife.
Die beiden Insassen des Passats gaben sich gegenüber dem Oelder als Polizeibeamte aus und führten eine vermeintliche Verkehrskontrolle durch. Anschließend verlangten die Männer die sofortige Zahlung eines Verwarnungsgeldes. Der 37-Jährige zahlte den geforderten Betrag in bar.
Danach stiegen die beiden falschen Polizisten wieder in ihren VW Passat und fuhren in Richtung Warendorf davon. Erst später kamen dem Autofahrer Zweifel – und ihm wurde bewusst, dass er Betrügern zum Opfer gefallen war.
Polizei warnt: Kein Verwarnungsgeld in bar zahlen
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf einen wichtigen Punkt hin: Bereits seit 2004 nimmt die Polizei in Nordrhein-Westfalen bei Verkehrsverstößen kein Bargeld mehr entgegen. Verwarnungsgelder werden stattdessen über mobile Zahlungsterminals der Polizei NRW erhoben.
Wer von Polizeibeamten in einem Zivilfahrzeug angehalten wird und Zweifel an der Echtheit der Kontrolle hat, sollte sich die Dienstausweise zeigen lassen. Bestehen weiterhin Zweifel, kann bei der Polizei nachgefragt werden, ob es sich tatsächlich um eine echte Polizeikontrolle handelt.
Wer hat den VW Passat gesehen?
Die Polizei sucht nun Zeugen und fragt: Wer kann Angaben zu dem grau-anthrazitfarbenen VW Passat oder den beiden unbekannten Männern machen? Möglicherweise haben die falschen Polizisten am Dienstagmorgen noch weitere Verkehrsteilnehmer angehalten und von ihnen Geld verlangt.
Hinweise nimmt die Polizei in Warendorf unter 02581/94100-0 oder per E-Mail an poststelle.warendorf@polizei.nrw.deentgegen.













