24. Februar 2020 / Allgemein

Feucht und fröhlich

Prinz Frank I. spritzte sich den Weg frei

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Feucht und fröhlich

Prinz Frank I. spritzte sich den Weg frei

Noch Minuten vor dem Rathaussturm war der eigentliche Sturm das beherrschende Gefühl in Warendorf guter Stube, dem Historischen Marktplatz. Nicht dicht an dicht, sondern dicht aneinandergedrängt standen ein paar verloren wirkende Jecken auf dem Pflaster und hofften, dass der Spuk, Verzeihung: Spaß, endlich losginge. Denn die sonst übliche Einstimmung in eine fröhliche Rathausstürmung beschränkte sich auf Musik aus dem Lautsprecher, das Bühnenprogramm auf dem Marktplatz fiel aus.

Da hatten es die Warendorfer Karnevalsfreunde (Freunde des Karnevals) noch besser als ihre Mitstreiter in Evers- oder Harsewinkel. Hier wurden die beliebten Umzüge abgesagt, während der närrische Warendorfer Lindwurm am Montag sich ziemlich sicher durch die Altstadt schlängeln soll.

Und dann wurde es doch noch ein Rathaussturm, wie er sein soll. Feucht und fröhlich – aber eben fröhlich. In langem Aufmarsch trafen die einzelnen Gruppen vor dem Historischen Rathaus ein, das Bürgermeister Axel Linke mit einigen nicht zu entmutigenden Mitstreitern bewachte. Altertümliche PC-Teile und topmoderne Glasfasertechnik sollten den IT-Experten Frank I. (Hülsbusch), „das Sangesoriginal vom Josephs-Hospital“ auf Distanz halten. Und mit ihm den „Virus Carnevalensis“.

Was natürlich nicht gelang.

Mit übergroßen Spritzen, die normalerweise Tierärzte zur Behandlung kranker Dinosaurier nutzen, „spritzte“ sich der Anhang des Prinzen den Weg frei. Bürgermeister Axel Linke hielt vom Rathausbalkon aus zwar noch eine wenig beachtete Rede, konnte aber auch damit nicht mehr punkten. Viel besser als seine Ideen kamen die Paragrafen aus der Regierungserklärung des Prinzen an, die Senator Peter Lackamp verlas. Darunter eine närrische Idee in Paragraph 4, die sich nach Aschermittwoch sogar umsetzen lassen könnte: „Da das Sommerfest der Warendorfer Karnevalsgesellschaft in den letzten Jahren schwächelte, werden die am Marktplatz ansässigen Gastronomen aufgefordert, einmal jährlich ein italienisches Sommerfest auszurichten, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger willkommen sind. Damit sollen die Gebühren für die Außengastronomie refinanziert werden.“

Schließlich wurde im Rahmen der Rathauserstürmung auch der Peterbrunnen-Orden für Verdienste um den Warendorfer Karneval verliehen. Er ging in diesem Jahr an Gastwirtin Margret Wiese.

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