Schnelles Eingreifen von Landwirten und Feuerwehr verhindert Schlimmeres
Feuer auf Acker in Walgern: Rund 70 Feuerwehrkräfte verhindern größere Ausbreitung
Freckenhorst – Ein Flächenbrand in der Bauerschaft Walgern zwischen Freckenhorst und Everswinkel hat am Dienstagnachmittag einen Großeinsatz der Feuerwehr Warendorf ausgelöst. Auf einer rund drei bis vier Hektar großen Ackerfläche standen die abgeernteten Stoppeln in Flammen. Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens von Landwirten und Feuerwehr konnte jedoch eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.
Bereits bevor die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatten benachbarte Landwirte die Rauchentwicklung bemerkt und sofort gehandelt. Mit ihren landwirtschaftlichen Maschinen grubberten sie den betroffenen Acker um und schufen so eine wirksame Barriere gegen die Flammen. Dieses schnelle Eingreifen verschaffte der Feuerwehr wertvolle Zeit.
Die Feuerwehr Warendorf alarmierte neben dem Löschzug Freckenhorst auch den Löschzug Hoetmar sowie die Wasserkomponente aller weiteren vier Löschzüge der Stadt. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Einsatzleitung übernahm der Freckenhorster Löschzugführer Sebastian Hoeps. Unterstützt wurde der Einsatz von Feuerwehrleiter Frank Sölken sowie dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Benjamin Schürholt.
„Gerade bei dieser Trockenheit machen wir keine Kompromisse“, erklärte Wehrführer Frank Sölken die umfangreiche Alarmierung. Durch die aktuell anhaltende Trockenheit können sich Brände auf Feldern innerhalb kürzester Zeit rasant ausbreiten. Deshalb wurde ausreichend Löschwasser an die Einsatzstelle gebracht, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.
Glück im Unglück hatte auch der Eigentümer des Feldes. Landwirt Ludger Hufelschulte berichtete, dass die Fläche erst gegen 13 Uhr abgeerntet worden war. Dadurch verbrannten überwiegend die Stoppeln, sodass sich der wirtschaftliche Schaden in Grenzen hält.
Nachdem das Feuer gelöscht war, kontrollierten die Einsatzkräfte die Fläche sorgfältig mit einer Wärmebildkamera, um mögliche Glutnester auszuschließen. Anschließend wurde das Feld an den Eigentümer übergeben.
Wie es zu dem Brand gekommen ist, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Angesichts der trockenen Witterung reicht jedoch oft bereits ein kleiner Funke aus, um leicht brennbares Material zu entzünden.
Mit dem schnellen Zusammenspiel von Landwirten und Feuerwehr konnte an diesem Nachmittag ein deutlich größerer Flächenbrand verhindert werden. Gerade in den Sommermonaten zeigt sich einmal mehr, wie wichtig umsichtiges Verhalten und das rasche Eingreifen aller Beteiligten sind.
Bilder: Feuerwehr Warendorf













