Einsatzreiche Silvesternacht im Kreis Warendorf
Feuerwehr und Polizei vielfach gefordert
Kreis Warendorf. Der Jahreswechsel 2025/2026 hat Polizei und Feuerwehr im gesamten Kreisgebiet stark beschäftigt. Bereits am Nachmittag des Silvestertages begann eine einsatzreiche Zeit, die bis in die frühen Morgenstunden des Neujahrstages andauerte. Insgesamt kam es zwischen Mittwoch (31. Dezember, ca. 16 Uhr) und Donnerstag (1. Januar, 6 Uhr) zu 50 Einsätzen.
Erster Einsatz bereits am Nachmittag
Zum ersten „Silvestereinsatz“ wurde der Löschzug Warendorf Nord bereits kurz nach 16 Uhr alarmiert. Ein Feuerwerkskörper war in eine hohle Pappel geraten und hatte dort einen Schwelbrand im Inneren des Baumes ausgelöst. Mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug sowie einer Drehleiter rückten die Einsatzkräfte an und löschten den Brand. Anschließend wurde die Einsatzstelle an das Ordnungsamt übergeben. Verletzt wurde niemand.
Brände und gefährlicher Umgang mit Pyrotechnik
Im weiteren Verlauf des Abends und der Nacht kam es vor allem zu Bränden, Sachbeschädigungen und Ruhestörungen.
Besonders dramatisch wurde es kurz nach Mitternacht in Drensteinfurt: Gegen 00.55 Uhr geriet der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses an der Kurzen Straße in Brand. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen, verletzt wurde niemand.
Bereits gegen 22.05 Uhr hatten Unbekannte in der Bahnhofstraße brennendes Material in einen Altkleidercontainer geworfen. Auch hier verhinderte das schnelle Eingreifen der Feuerwehr größeren Schaden.
In Ahlen wurden mehrfach Böller in Mülleimer geworfen – unter anderem an der Zeche Westfalen und an der Beckumer Straße. Zeugen meldeten die Vorfälle, Tatverdächtige konnten jedoch nicht mehr angetroffen werden.
Besonders gefährlich: In Ahlen versuchten Jugendliche, Pyrotechnik auf einen Kirchturm zu schießen. Die Polizei griff rechtzeitig ein und unterband das Vorhaben. In Everswinkel flogen Böller unter parkende Autos, während in Sassenbergeine Gruppe Jugendlicher eine Feuerwerksbatterie auf einer Verkehrsinsel zündete.
Körperliche Auseinandersetzungen in den frühen Morgenstunden
Auch körperliche Auseinandersetzungen beschäftigten die Polizei in der Silvesternacht. Am Bürgerzentrum Schuhfabrik in Ahlen wurden Beamte gegen 4.37 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen drei Personen gerufen. Da sich die Beteiligten gegenseitig geschubst und geschlagen hatten, wurde eine Person zur Durchsetzung eines Platzverweises in Gewahrsam genommen.
Nur wenig später, gegen 5.54 Uhr, ging ein weiterer Notruf aus der Rottmannstraße in Ahlen ein. Dort kam es ebenfalls zu einer handfesten Auseinandersetzung, bei der zwei Personen medizinisch versorgt werden mussten.
Insgesamt sprach die Polizei drei Platzverweise aus und fertigte eine Strafanzeige wegen Körperverletzung.
Polizei zieht gemischte Bilanz
Trotz der Vielzahl an Einsätzen blieb die Silvesternacht im Kreis Warendorf ohne schwere Verletzungen. Die Polizei appelliert dennoch an die Bevölkerung, verantwortungsvoll mit Feuerwerk umzugehen und Rücksicht auf Mitmenschen zu nehmen.













