
Bürgermeister Peter Horstmann, Polina Ivanova (Kuratorin des Paul-Spiegel-Filmfestivals „Jüdische Welten“), Giséle Spiegel und Warendorfs Erster Stellvertretender Bürgermeister Johannes Austermann bei der Eröffnung des Filmfestivals im UCI Kino Düsseldorf.
Würdigung für Paul Spiegel im Scala Filmtheater
Filmfestival „Jüdische Welten“ kommt erstmals nach Warendorf
Warendorf/Düsseldorf – Eine besondere kulturelle Premiere wirft ihre Schatten voraus: Das renommierte Düsseldorfer Paul-Spiegel-Filmfestival „Jüdische Welten“ wird im Sommer 2026 erstmals in Warendorf gastieren – der Geburtsstadt seines Namensgebers. Damit wächst der Wirkungskreis des traditionsreichen Festivals weiter und setzt zugleich ein starkes Zeichen für Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Dialog.
Seit 2005 bringen die jüdischen Filmtage in Düsseldorf einem breiten Publikum die Vielfalt jüdischen Lebens näher. Die ursprüngliche Idee geht auf Paul Spiegel zurück, den ehemaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, der mit dem Festival gezielt Vorurteile abbauen und neue Perspektiven eröffnen wollte. Dass dieses Konzept bis heute erfolgreich ist, zeigte sich auch bei der Eröffnung der 18. Festival-Ausgabe im voll besetzten Kinosaal am Düsseldorfer Medienhafen.
Dort verkündete Dr. Oded Horowitz, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, eine besondere Neuigkeit: Ende Juni wird das Festival erstmals in Warendorf Station machen. Die Freude darüber ist groß – sowohl in Düsseldorf als auch in Warendorf. Bürgermeister Peter Horstmann und sein Stellvertreter Johannes Austermann, zugleich Betreiber des SCALA Filmtheaters, waren bei der Ankündigung persönlich vor Ort und zeigten sich beeindruckt von der großen Resonanz und Wertschätzung.
Das Jahr 2026 hat für Warendorf eine besondere Bedeutung: Es markiert den 20. Todestag von Paul Spiegel sowie das 25-jährige Jubiläum seiner Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt. Mit verschiedenen Veranstaltungen wird daher an das Wirken dieser prägenden Persönlichkeit erinnert, die sich wie kaum eine andere für das jüdische Leben in Deutschland eingesetzt hat.
Das Gastspiel des Filmfestivals wird durch eine enge Zusammenarbeit mehrerer Partner ermöglicht, darunter die Jüdische Gemeinde Düsseldorf, die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, das SCALA Filmtheater und die Stadt Warendorf.
Welche Filme genau gezeigt werden und welches Rahmenprogramm die Veranstalter planen, wird in den kommenden Wochen bekanntgegeben. Schon jetzt steht jedoch fest: Das Gastspiel der „Jüdischen Welten“ wird ein kulturelles Highlight im Warendorfer Veranstaltungsjahr 2026 – und eine eindrucksvolle Würdigung des Vermächtnisses von Paul Spiegel.













