Französische Delegation aus Pavilly im Landgestüt empfangen
Zeichen gelebter Städtepartnerschaft
Warendorf/Freckenhorst. Ein herzliches Willkommen im Zeichen europäischer Freundschaft: Am Samstag wurde im Landgestüt Warendorf die Delegation aus Pavilly, der französischen Partnerstadt von Freckenhorst, feierlich empfangen. Rund 35 Gäste aus der Normandie sind über das Pfingstwochenende zu Besuch in Warendorf – ein weiterer Höhepunkt der inzwischen über 50-jährigen Städtepartnerschaft.
Bürgermeister Peter Horstmann begrüßte gemeinsam mit den Gastgebern aus Freckenhorst die Delegation. In einer feierlichen Zeremonie trugen sich die Gäste, darunter Pavillys Bürgermeister François Tierce, in das Gästebuch der Stadt Warendorf ein. Horstmann betonte in seiner Ansprache die Bedeutung solcher Begegnungen: „Gerade in bewegten Zeiten sind persönliche Begegnungen das Fundament für ein starkes, geeintes Europa. Freundschaften wachsen vor Ort – mit den Menschen.“
Auch Bürgermeister Tierce zeigte sich sichtlich bewegt: „Freckenhorst ist die zweite Stadt meines Herzens. Es ist immer emotional, hier zu sein“, sagte er mit Blick auf die lange und herzliche Verbindung beider Orte.
Die Partnerschaft zwischen Pavilly und Freckenhorst besteht seit 1967 und wurde 1972 offiziell besiegelt. Was einst mit einem sportlichen Austausch begann, hat sich zu einem lebendigen Miteinander entwickelt: Chöre, Feuerwehren, Musikgruppen, Schulklassen und viele andere Gruppen haben über die Jahre hinweg die Bande zwischen den Städten gestärkt.
Nach der kommunalen Neugliederung 1975 und dem Verlust der Eigenständigkeit Freckenhorsts wurde 1977 das Partnerschaftskomitee Freckenhorst-Pavilly e.V. gegründet, um den Austausch fortzuführen. Warendorf ist heute eine der wenigen Kommunen in NRW, die zwei französische Städtepartnerschaften pflegt.
Der Empfang im Landgestüt war damit nicht nur ein symbolischer Akt, sondern ein weiteres Kapitel in einer lebendigen Erfolgsgeschichte europäischer Verbundenheit.













