Fünf Städte, ein Ziel: Mehr Nähe im Alltag
Ehrenamtliche setzen neue Impulse für Begegnung und Austausch
Fünf Städte, ein gemeinsames Anliegen: In Warendorf kamen im Sophiensaal zahlreiche ehrenamtlich Engagierte zusammen, um sich über ihre Arbeit gegen Einsamkeit auszutauschen und neue Impulse für die Weiterentwicklung zu sammeln.
Das Thema Einsamkeit betrifft längst nicht mehr nur ältere Menschen, sondern hat sich zu einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung entwickelt. Eine Antwort darauf sind sogenannte Erzählbänke, die inzwischen in mehreren Städten des Kreises Warendorf und darüber hinaus genutzt werden. Sie bieten Raum für niederschwellige Begegnungen: Ehrenamtliche, erkennbar etwa durch Sitzkissen oder Banner, hören allen zu, die Platz nehmen und ein Gespräch suchen.
In Warendorf gibt es dieses Angebot seit drei Jahren. Ein fester Kreis von Zuhörerinnen und Zuhörern ist regelmäßig an verschiedenen Orten im Stadtgebiet im Einsatz. Doch auch in Drensteinfurt, Telgte und Ostbevern haben sich neue Gruppen gebildet, die das Zuhören als Möglichkeit gegen Einsamkeit entdecken und sich erstmals am Austausch beteiligten. Sogar eine Gruppe aus Münster reiste an, um Erfahrungen zu teilen.
Besonders im Fokus standen Fragen rund um die Bekanntmachung des Angebots, die Wahl geeigneter Orte, die Gewinnung weiterer Ehrenamtlicher sowie der regelmäßige Austausch zwischen den Gruppen. Alle Teilnehmenden profitierten sichtbar von den Erfahrungen der bereits etablierten Warendorfer Zuhörenden.
Eine Herausforderung bleibt die Winterzeit: Während Warendorf bereits auf eine feste Innenraum-Lösung zurückgreifen kann, suchen die übrigen Städte noch nach geeigneten Orten, um das Angebot auch in der kalten Jahreszeit fortzuführen.
Zum Abschluss waren sich alle einig, dass das Treffen ein wertvoller Schritt für die weitere Zusammenarbeit war. Die Entscheidung, das Format im kommenden Jahr zu wiederholen, fiel daher einstimmig — mit dem gemeinsamen Ziel, Einsamkeit künftig ein Stück von ihrer Schwere zu nehmen.













