18. Mai 2023 / Allgemein

Gelungener Auftakt

Jubiläumsschützenfest 175 Jahre Bürgerschützenverein Füchtorf

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Gelungener Auftakt

„Man sieht’s uns noch nicht so an“, scherzte Wilfried Holtkämper, Präsident des Bürgerschützenverein Füchtorf 1848 e.V., bei der Begrüßung der Anwesenden zum Festauftakt. 175 Jahre – ein stolzes Alter, auch für einen Verein. Eine Zahl, die von Beständigkeit und Zusammenhalt zeugt, ein Alter, das gefeiert werden muss.

Und wird. Mit einem Schützenfest, das größer ist als sonst und das länger dauert. Vermutlich zum ersten und für lange Zeit auch zum letzten Mal in der Vereinsgeschichte, begann es an einem Mittwoch. Den Auftakt machte der „Sponsorentag“, mit dem der BSV Füchtorf „Danke“ sagen wollte. Danke an all diejenigen aus dem Ort und darüber hinaus, die den Verein unterstützen und die erfolgreiche – und vor allem auch ehrenamtliche – Arbeit damit in dieser Form erst ermöglichen. Holtkämper ließ es sich nicht nehmen, die 56 Namen der Sponsoren in alphabetischer Reihenfolge zu verlesen. Sie klang wie ein bunter Ausflug in das Füchtorfer Wirtschaftsleben und ein Vergleich mit bekannten Adressbuchanbietern würde vermutlich zeigen, dass niemand fehlte.

Zwei weitere Sponsoren hob Holtkämper ganz besonders hervor. Sie helfen mit größeren Spenden, dass auch schwierige, aufwendigere und teurere Aktionen realisiert werden konnten und können. Der Präsident nannte die Volksbank und dankte für die Unterstützung bei der Anschaffung der Jubiläumsorden, sowie die Sparkasse Münsterland-Ost, mit deren Hilfe es gelungen ist, dass der Verein eine neue Vereinsfahne anschaffen konnte, deren Weihe, man kann auch Segnung dazu sagen, im Mittelpunkt des weiteren Abends stand.

Die lange Sponsorenliste mache deutlich, wie tief der Bürgerschützenverein im Ort verwurzelt ist, freute sich Bürgermeister Josef Uphoff in seinem Grußwort über die Beständigkeit des Vereins und blickte bereits positiv in die Zukunft und das kommende, zweihundertjährige Jubiläum. Olaf Elverkämper, der 1. Vorsitzende der Bürgerschützen, blickte zurück auf die letzten 25 Jahre, denn zum diesjährigen Jubiläum hatten die Schützen – sicherlich auch in Anbetracht der hohen Kosten – auf eine Festschrift verzichtet. So beleuchtete Elverkämper die Highlights seit 1998, zu denen unter anderem die Renovierung der Schützenhalle zählte. Er nannte auch Wünsche und traf damit sicherlich einen Kern des ehrenamtlichen Vereinslebens, bei dem er viele, möglicherweise alle, Vereinsmitglieder deutschlandweit hinter sich wusste: Die Politik möge Wege finden, die ehrenamtliche Arbeit der Vereine nicht weiter mit komplizierten Verfahren zu überziehen. Man solle auch an die Kleinen denken, die nicht mit teuren großen Steuerberatungsgesellschaften arbeiten. Trotz seines Schlussworts darf er wohl Erster Vorsitzender bleiben. Denn der bekennende Gladbachfan Elverkämper bekannte ganz unverblümt, dass der Satz „Stolzer Blick zurück, volle Kraft nach vorn“, aus einem Lied seines „Lieblingsvereins“ stamme – der ja dann augenscheinlich nicht der BSV ist.

Den Mittel- und Höhepunkt des Abends, zu dem der Musikverein Füchtorf und der Spielmannszug Füchtorf die Musik beitrugen, bildete die Fahnenweihe, die Pastor Norbert Ketteler übernahm. Präsident Holtkämper hatte vorab über die Bedeutung von Fahnen als Symbol der Zusammengehörigkeit gesprochen und damit rundum verdeutlicht, dass die vermutlich recht hohe Investition gerechtfertigt ist. Denn die bisherige alte Fahne stammte aus dem Jahr des 50. Jubiläums, 1898. Sie ist, wie man hier in der Gegend sagt, „ziemlich uppe“. Bereits einmal 1978/79 restauriert, hätte sich eine weitere langfristige Restauration nach Einschätzung sachverständiger Experten nicht durchführen lassen. Also wurde beschlossen, eine neue Fahne anzuschaffen. Die kannten aus dem Verein bis zum Mittwochabend nur vier Personen: Der Präsident, der Erste Vorsitzende, der Kassierer und Michael Lienker, der den Kontakt zum Osnabrücker Benediktinerinnenkloster hergestellt hatte, wo die neue Fahne in aufwendiger Handarbeit gefertigt wurde. „Just in time“, am Mittwochmorgen, konnten Lienker und Holtkämper das gute neue Stück abholen. Statt des antiquierten Aufrufs „Geb Aug und Hand fürs Vaterland“, trägt sie nunmehr die zeitlosen Worte „Zukunft Zusammenhalt Hoffnung Frieden“ und zeigt als Motiv auf der einen Seite die Füchtorfer Kirche mit dem Torbogen, auf der anderen eine Schießscheibe mit überkreuzenden Gewehren und zwei einander gereichten Händen.

Zum Abschluss des Abends fanden noch Ehrungen in den Formationen statt, die sonst auf dem Tie durchgeführt werden, aber wegen des aufwendigen Jubiläumsprogramms verschoben werden mussten.

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