Jahresgespräch im Kreishaus
Gemeinsame Strategien gegen Schwarzarbeit und für schnelleres Bauen
Kreis Warendorf - Anstehende Infrastrukturprojekte wie der Bau des Bevölkerungsschutzzentrums, der gemeinsame Kampf gegen die Schwarzarbeit sowie die Beschleunigung von Baugenehmigungsverfahren: Das waren nur einige der Themen, die Landrat Dr. Olaf Gericke, Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann und sein Stellvertreter Thomas Scheiwe, Frank Tischner als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf und gfw-Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann jetzt in Warendorfer Kreishaus besprachen.
„Der regelmäßige Austausch zwischen Handwerk, Kreisverwaltung und Wirtschaftsförderung ist wichtig und fruchtbar“, zeigte sich Lohmann nach dem gut zweistündigen Gespräch überzeugt. So könne man beispielsweise erörtern, wo die ohnehin traditionell enge Zusammenarbeit weiter vertieft werden könne. Ein Feld dafür ist die Bekämpfung von Schwarzarbeit, bei der die Kreishandwerkerschaft und die Ordnungsbehörden Hand in Hand arbeiten. „Hier geht es nicht nur um Gewerbesteuern und Beiträge zu den Sozialversicherungen, sondern auch darum, ehrliche Unternehmer vor unfairer Konkurrenz zu schützen“, unterstreicht Landrat Dr. Olaf Gericke. Ein weiteres Feld enger Zusammenarbeit sind die Berufskolleg, in denen der Berufssschulunterricht als bedeutender Teil der dualen Berufsausbildung im Handwerk stattfindet. „Hier wünschen wir uns gerade im zweiten und dritten Ausbildungsjahr noch mehr fachbezogenen Unterricht“, sagt Hauptgeschäftsführer Frank Tischner.
Mit Blick auf die Infrastrukturinvestitionen aus den Mitteln des Sondervermögens erhofft sich das heimische Handwerk eine Auftragsvergabe im Losverfahren, damit auch Unternehmen aus der Region berücksichtigt werden können. Ausdrücklich begrüßt werden Bauturbo und die Beschleunigung des Baugenehmigungsverfahrens. „Wir werden hier schon bald komplett digital unterwegs sein“, kündigte der Landrat an. Ein Problem sei aber nach wie vor, dass rund 60 Prozent aller Bauanträge unvollständig eingereicht würden, was die Bearbeitung merklich verzögere.
Die Vertreter des Handwerks bedankten sich beim Kreis für die vielen kooperativen Ansatzpunkte, ob im Bereich der Bildung, der Nachhaltigkeit oder auch der gemeinsam aufgesetzten Inklusionskampagne. „Wir sind ständig im Austausch, das Jahresgespräch ist aber eine sehr gute Gelegenheit, die Themen gebündelt zu besprechen, um so eine gemeinsame Richtung für das Handwerk und den Kreis Warendorf im Sinne der Bürgerinnen und Bürger abzustimmen“, so Frank Tischner.













