24. März 2023 / Allgemein

„Generelles Verbot lassen wir nicht durchgehen“

WIWA positioniert sich gegen Verbot von Solarenergie in der Altstadt

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WIWA positioniert sich gegen Verbot von Solarenergie in der Altstadt

„Generelles Verbot lassen wir nicht durchgehen“

Energiegewinnung durch Sonnenkraft, das Telgter Modell und das Thema Gewerbeschau waren einige Punkte bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Wirtschaft für Warendorf (WIWA), die am Donnerstag im Hotel Im Engel auf der Tagesordnung standen. Aktuell zählt der rührige Verein 110 Mitglieder, „es ist also noch viel Luft nach oben“, wie Hanns-Jörg Ahmerkamp, einer der beiden Vorsitzenden, sagte. Ahmerkamp forderte die Mitglieder daher auf, auch selbst in die Akquise neuer Mitglieder zu investieren. Unterstützt wurde er in seinem Ansinnen vom Geschäftsführer Heiner Kamp mit den Worten: „Damit man uns nicht mehr überhören kann.“ In Sachen „überhören“ hatte Kamp dann auf eine – so lässt sich das Gesagte beschreiben - Behördenwillkür hingewiesen. Demnach wolle die Verwaltung der Stadt Warendorf ein generelles Verbot von PV- und Solarthermieanlagen in der Altstadt erwirken. Das allerdings sei mit dem aktuellen EU-Recht und angesichts von Klimaschutz und der angespannten Lage auf dem Energiemarkt nicht vereinbar und zudem kontraproduktiv. „Ein generelles Verbot lassen wir nicht durchgehen“, sagte Kamp und verdeutlichte, dass es hier auch einen Konsens mit dem Stadtrat gebe. „Ich habe keine Ahnung, warum die Stadt so etwas macht. Denn der Rahmen für ein generelles Verbot ist sehr eng gesteckt.“  Möglicherweise wolle sich die Behörde Arbeit ersparen, da jede Einzelfallprüfung, die nach dem Gesetz erforderlich wäre, innerhalb von drei Monaten entschieden sein müsste. Und das sei ein durchaus ernstes Problem, weil die Mitarbeiter überarbeitet seien, da die Verwaltung statt einige Aufgaben zu vergeben, alles selbst plane.

Gesprochen wurde ebenfalls über das Thema Gewerbeschau. Statt diese wie in der Vergangenheit auf dem Lohwall durchzuführen, sei es nach der Auffassung von WIWA zielführender, diese im Gewerbegebiet Splieterstraße durchzuführen. „Wir sind da auf einem guten Weg“, ließ Heiner Kamp verlauten.

Wie man sich erfolgreich gegen den Fachkräftemangel behaupten kann, stellte Magdalena Münstermann, Prokuristin und zuständig für die gesellschaftliche Verantwortung im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens bei dem Sondermaschinenbauer Münstermann (Telgte), vor. Das Telgter Modell fördert seit 2008 bereits ab der Grundschule über alle Unterrichtsfächer hinaus den vertiefenden Einblick in die Berufswelt. „Die persönliche Begegnung von Mensch zu Mensch ist wichtig, damit die Schüler unter anderem auch einen Sinn darin erkennen, wofür sie lernen“, sagte Münstermann. Die Unternehmerin konnte in diesem Zusammenhang auf viele erfolgreiche Werdegänge junger Menschen verweisen, selbst wenn diese im Vorfeld sogar hoffnungslos erschienen seien. Die WIWA-Mitglieder zeigten sich durchaus interessiert, ein Modell nach dem Telgter Vorbild auch in der Emsstadt zu etablieren.

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