14. September 2024 / Allgemein

Gesamtschule Weiße Rose zu Gast im Bundestag in Berlin

Diskussion mit Henning Rehbaum über den Alltag im Bundestag, Förderung von Elektroautos und die Wehrpflicht

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Gesamtschule Weiße Rose zu Gast im Bundestag in Berlin

Diskussion mit Henning Rehbaum über den Alltag im Bundestag, Förderung von Elektroautos und die Wehrpflicht

Berlin/ Warendorf. Für eine Woche waren Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Weiße Rose in der Hauptstadt unterwegs und neben vielen weiteren Programmpunkten stand auch ein Besuch im Bundestag auf der Tagesordnung. Schwerpunkt des Besuchs war das Gespräch mit Henning Rehbaum, dem Bundestagsabgeordneten für den Kreis Warendorf. Besonders interessiert waren die Schülerinnen und Schüler am Alltag des Bundestagsabgeordneten, wie die Plenardebatte abläuft und ob er auch schon einmal Zwischenrufe gemacht habe. "Wenn ein Kollege vorne offensichtlich etwas Falsches erzählt, dann rufe ich auch mal dazwischen.", so Rehbaum. Dies sei auch gewollt und fördere die Debattenkultur. "Aber der Ton und die Wortwahl müssen stimmen. Mit der AfD ist dies leider nicht mehr immer der Fall und der Umgangston im Plenum ist teilweise sehr unwürdig geworden."

Doch auch handfeste politische Themen interessierten die Gruppe, zum Beispiel die kurzfristige Abschaffung der Förderung von Elektroautos. "Das ist ein typisches Beispiel, das die Bevölkerung verunsichert.", erklärte Rehbaum. "Wenn ich ein Auto bestelle und davon ausgehe, dass die Bundesregierung das fördert, darf die Förderung nicht ausgelaufen sein, wenn das Auto endlich geliefert wird. Dieses Problem zieht sich mit der Ampel-Regierung durch alle Bereiche, auch in der Bauförderung herrscht Verunsicherung. Das ist nicht gut für den Wirtschaftsstandort Deutschland."

Lebhaft diskutiert wurde auch über die Wiedereinführung der Wehrpflicht oder auch das von der Union geforderte Dienstjahr. Dies wird von Schülerinnen und Schülern auch kritisch gesehen, da sie eventuell schon direkt davon betroffen wären. Doch Rehbaum plädierte dafür, die positiven Seiten zu betrachten. Es verschaffe jungen Menschen Zeit für persönliche Entwicklung und Orientierung mit einer Tätigkeit in der Pflege, dem Katastrophenschutz oder in der Entwicklungshilfe. Zudem lebe man in Zeiten, in denen eine auch personell gute Ausstattung der Bundeswehr unerlässlich sei. "Das Dienstjahr wäre eine Möglichkeit für junge Menschen, die Bundeswehr kennenzulernen und sich auch für eine längere Verpflichtung für einige Jahre zu entscheiden. So könnten wir unsere Bundeswehr personell deutlich verstärken."

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