12. Februar 2026 / Allgemein

Gesichter aus Warendorf schwarz-weiß - mal unbekannt, mal bekannt und mal fast prominent

Thorsten Kremer aus Warendorf

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Gesichter aus Warendorf schwarz-weiß - mal unbekannt, mal bekannt und mal fast prominent

Dein Name: Thorsten Kremer

Dein Bezug zu Warendorf: Ich wurde in Warendorf geboren und bin in dieser wunderschönen Stadt aufgewachsen. Und Gott sei Dank lebt meine Mama noch und so bin ich schon regelmäßig in Warendorf, wenn es meine Zeit zulässt. Heute Lebe ich in Luxemburg. Meine allerletzte Reise wird nach Warendorf zurückgehen.

Dein Beruf: Sänger, Moderator und Schauspieler, bin also sehr vielseitig aufgestellt. Gelernt habe ich Versicherungskaufmann bei Richard Hentschen in Warendorf und habe dort noch ein Jahr nach meiner Ausbildung gearbeitet.

Dein Lieblingsplatz: Warendorf hat sehr viele schöne Ecken. Wenn es die Temperaturen zulassen, dann bin ich sehr gerne auf dem historischen Marktplatz. Die kleinen Gassen und die schönen alten Häuser finde ich ebenfalls sehr schön.

Dein Lieblingsrestaurant: Da möchte ich jetzt keine spezielle Gastronomie hervorheben. Ich finde, Warendorf hat sehr viele gute Restaurants, die ich auch immer wieder gern besuche. Ich erinnere mich jedoch noch sehr gut an den Wiesenhof, bei dem wir Stammgäste waren. Das war eine Legende, heute allerdings leider Geschichte.

Deine Lieblingsveranstaltung: Wenn wir das auf Warendorf begrenzen, dann liebe ich tatsächlich Mariä Himmelfahrt. Ich bin zwar evangelisch, aber es gibt doch nur einen Gott und von daher finde ich es völlig egal, welchen Glauben man hat. Die Atmosphäre, wenn man an Himmelfahrt abends durch die Altstadt schlendert, ist sehr sehr schön.

Was macht Deine Heimatstadt für dich aus: Einfach mal ein Stück herunterfahren, zur Ruhe kommen. Ich mag die Warendorfer und die Atmosphäre gefällt mir schon sehr, sehr gut hier. Wenn ich als Kind mit meinen Eltern nach Münster gefahren bin, war ich immer unglücklich. Ich wollte auf jeden Fall immer wieder zurück ins kleine Warendorf. Letztendlich habe ich lange Zeit in einigen Großstädten wie Hamburg und München gelebt. Heute finde ich Münster als Stadt in der Nähe auch ganz schön.

Was wünscht Du dir für Warendorf: Peter Horstmann ist ja nun seit ein paar Jahren Bürgermeister. Er muss wohl einiges richtig gemacht haben, sonst wäre er ja nicht wiedergewählt worden. Ich finde es sehr gut, dass man jungen Leuten die Möglichkeit gibt, Dinge nach vorn zu bringen. Natürlich werden auch in Warendorf die Finanzlücken immer größer und ich wünsche mir für Warendorf, dass sich das alles wieder stabilisieren lässt. Mit Blick auf das Brinkhaus-Gelände denke ich, dass sich da etwas sehr schönes entwickeln lässt, dass Warendorf noch attraktiver macht.

Und sonst: Ich kann es selbst nicht fassen, dass ich in diesem Jahr seit 40 Jahren auf der Bühne stehe und jetzt mein Bühnenjubiläum feiern darf. Und alles hat in Warendorf am Theater am Wall angefangen. Damals durfte ich dort mein erstes Konzert geben. Mary Meyer-Sparenberg hat mir die Räume bereits Monate im Voraus für die Proben zur Verfügung gestellt. Damals war dort noch Kinobetrieb und ich als Kartenabreißer engagiert. Mary fand das total gut, dass ich auf die Bühne gehen und singen wollte. Sie hat mir daraufhin das Theater zur Verfügung gestellt. Und das ist jetzt alles 40 Jahre her und ich kann das immer noch nicht glauben, dass ich mittlerweile weit über die Grenzen hinaus, sage wir mal so, wie viele Journalisten das nennen, Karriere machen durfte. Egal ob es jetzt in der Schlagermusik ist, oder mit meiner Kinderbuchfigur „Max der Dino“. Max, der kleine Dino, ist auch im letzten Jahr 15 Jahre alt geworden. Scherzeshalber habe ich mal gesagt, dass Max meine Rente sein soll. Dass das so gut funktioniert, habe ich jedoch nie gedacht. Ich könnte zehn davon gebrauchen, soviel Anfrage habe ich. Insgesamt bin ich sehr, sehr dankbar, dass sich alles so entwickelt hat. Beeindruckend finde ich, dass der Schlager aktuell richtig nach vorn geht. Als ich in Hamburg gelebt habe, habe ich den Schlager etwas vernachlässigt und mich mehr der Schauspielerei gewidmet. Die letzten drei Singles habe ich übrigens selbst getextet und die sind alle in die deutschen Charts gegangen. Alle Hitparaden, die es noch im deutschen Funk gibt, habe ich mit dem ersten Platz belegt. Auch wenn manche Medien mich als Star bezeichnen, sehe ich das jedoch nicht so. Ich bin der Sänger aus Warendorf, auch wenn ich meinen ersten Wohnsitz heute in Luxemburg habe. Ab 2027 werde ich jedoch als Sänger Stück für Stück ein wenig zurückfahren. Es ist schöner, als wenn ich irgendwann Abschied nehmen muss, weil es nicht mehr so läuft. Denn aktuell sind alle Veranstaltungen immer ausverkauft.

Mein Jubiläumskonzert findet übrigens am 10. Juli um 19:30 Uhr im Konzertgarten in Bad Rothenfelde statt. Ich spiele dort seit Jahren immer zwei Open-Air-Konzerte im Sommer. Und Bad Rothenfelde ist ja nicht so weit von meiner Heimatstadt Warendorf entfernt.

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