Wanderausstellung #StolenMemory macht Station in Warendorf
„Gestohlene Erinnerung“ in Warendorf
Warendorf - Ein besonderer Erinnerungsort entsteht im März auf dem Bahnhofsvorplatz: Das Bündnis „Warendorf zeigt klare Kante“ holt gemeinsam mit der Stadt Warendorf die Wanderausstellung #StolenMemory der Arolsen Archives in die Emsstadt. Vom 13. bis 31. März, täglich von 9 bis 19 Uhr, ist der aufklappbare Ausstellungs-Container am August-Wessing-Damm (B64) zu sehen. Die Eröffnung findet am Freitag, 13. März, um 11 Uhr statt.
Im Mittelpunkt stehen sogenannte „Effekten“ – persönliche Gegenstände wie Eheringe, Uhren oder Fotos, die Häftlingen in Konzentrations- und Zwangsarbeiterlagern von den Nationalsozialisten abgenommen wurden. Ziel der Kampagne ist es, diese „gestohlenen Erinnerungen“ an die Familien der NS-Verfolgten zurückzugeben. Seit 2016 konnten bereits über 1.000 Familien gefunden werden – doch noch immer lagern rund 2.000 Effekten in den Archiven.
Die Ausstellung erzählt exemplarisch zehn Schicksale und zeigt bewegende Beispiele bereits erfolgter Rückgaben. Über QR-Codes können Besucher Videoporträts von Angehörigen abrufen. Gleichzeitig wird deutlich: Jede und jeder kann helfen, weitere Familien ausfindig zu machen.
Dass die Ausstellung in der Geburtsstadt von Paul Spiegel gezeigt wird – dem früheren Präsidenten des Zentralrat der Juden in Deutschland und Ehrenbürger Warendorfs –, verleiht ihr zusätzliche Bedeutung.
Die Organisatoren hoffen insbesondere auf viele junge Besucherinnen und Besucher. Denn Erinnerung ist mehr als Geschichte – sie ist ein Auftrag für die Gegenwart.













