Warendorf - Apfel, Möhre, Gurke oder vielleicht auch einmal eine Obstsorte, die noch nicht jedes Kind kennt: An der Overbergschule wird es künftig dreimal in der Woche besonders frisch und gesund. Seit dem 7. September 2026 nimmt die Schule am Schulobstprogramm NRW teil. Immer montags, dienstags und mittwochs werden die Schülerinnen und Schüler mit frischem Obst und Gemüse versorgt – geliefert von einem Biohof aus der Region.
Doch an der Overbergschule soll das Schulobst weit mehr sein als nur eine gesunde Ergänzung zum Pausenbrot. Die Kinder sollen erleben, wo Lebensmittel herkommen, wie sie verarbeitet werden und warum eine ausgewogene Ernährung wichtig ist.
Dabei dürfen sie vor allem eines: selbst mitmachen.
Die Kinder packen selbst mit an
Eine besondere Rolle übernehmen die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen. Als „helfende Hände der Woche“ bereiten sie gemeinsam mit den Bufdis sowie Praktikantinnen und Praktikanten das Obst und Gemüse für die Frühstückspause vor.
Geschnippelt und vorbereitet wird im Regenbogenraum. Dort arbeiten die Kinder in kleinen Gruppen an vorbereiteten Arbeitsplätzen und sorgen gemeinsam dafür, dass anschließend alle acht Klassen mit den gesunden Leckereien versorgt werden.
Damit lernen die Schülerinnen und Schüler ganz nebenbei, Verantwortung zu übernehmen, selbstständig zu arbeiten und als Gemeinschaft eine Aufgabe zu bewältigen. Gleichzeitig erfahren sie unmittelbar, wie Lebensmittel vorbereitet werden und dass gesunde Ernährung nicht nur gut schmecken, sondern auch Spaß machen kann.
Begleitet werden die jungen Helferinnen und Helfer von den Bufdis, Praktikantinnen und Praktikanten sowie dem Kollegium. Klare Abläufe und Regeln sorgen dafür, dass bei Vorbereitung, Verteilung und anschließender Reinigung auch Hygiene und Sicherheit jederzeit gewährleistet sind.
Mehr als nur Obst und Gemüse
Hinter dem neuen Angebot steckt deshalb auch ein pädagogischer Gedanke. Die Overbergschule möchte die Kinder frühzeitig für eine ausgewogene und gesundheitsbewusste Ernährung begeistern und ihnen gleichzeitig die große Vielfalt von Obst und Gemüse näherbringen.
Ebenso wichtig ist der wertschätzende Umgang mit Lebensmitteln. Wer selbst mithilft, das gemeinsame Frühstück vorzubereiten, erlebt schließlich ganz unmittelbar, dass hinter dem Essen auf dem Teller Arbeit und Verantwortung stecken.
Das Schulobstprogramm verbindet damit Gesundheitsförderung, Ernährungsbildung, Selbstständigkeit und Gemeinschaftssinn miteinander und macht diese Themen ganz praktisch im Schulalltag erlebbar.
Und vielleicht schmeckt ein Apfel oder eine knackige Möhre am Ende sogar noch ein bisschen besser, wenn man selbst dabei geholfen hat, das gesunde Frühstück für die Mitschülerinnen und Mitschüler vorzubereiten.
Mit dem Schulobstprogramm bringt die Overbergschule damit nicht nur mehr Obst und Gemüse in die Frühstückspause – sondern auch eine gute Portion Eigenverantwortung und Gemeinschaft auf den Stundenplan.













