Schonzeit für Rehwild im April eingeschränkt aufgehoben
Gezielte Jagd im April soll junge Wälder schützen
WAF/Kreis Warendorf. Die Wälder im Kreis Warendorf stehen weiter unter Druck: Trockenheit, Stürme und Schädlinge setzen den Baumbeständen zu. Um die dringend notwendige Wiederbewaldung und den Umbau zu klimastabilen Mischwäldern zu fördern, ist eine Reduzierung des Rehwildbestands unerlässlich.
Denn Rehe gefährden durch Verbiss und das sogenannte Fegen – das Scheuern des Geweihs an jungen Bäumen – die zarten Triebe der Forstkulturen. Diese Schäden behindern das Wachstum junger Bäume oder führen im schlimmsten Fall zu deren Absterben. Gerade im Frühjahr, wenn viele Jungpflanzen austreiben, ist die Gefahr besonders hoch.
Um dem entgegenzuwirken, hat der Kreis Warendorf – wie bereits im Vorjahr – eine Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Schonzeit für Rehböcke und Schmalrehe im April 2025 erlassen. Normalerweise beginnt die Jagdsaison für diese Wildarten erst am 1. Mai. Durch die vorgezogene Bejagung soll ein wirksamer Beitrag zum Aufbau klimastabiler Wälder geleistet werden.
Neu in diesem Jahr: Auf Wunsch des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums wurde die Verfügung konkretisiert. Die wichtigste Änderung: Die Jagd im April ist ausschließlich in reinen Laubholz- oder Laubholzmischkulturen erlaubt, und zwar nur dort, wo diese entweder gepflanzt wurden oder durch Naturverjüngung entstanden sind.
Alle weiteren Einzelheiten sind in der Allgemeinverfügung auf der Website des Kreises nachzulesen: www.kreis-warendorf.de/aktuelles/bekanntmachungen













