Glanzvoller Abend voller Höchstleistungen – Stadt Warendorf ehrt ihre Sportlerinnen und Sportler
Sport als Vorbildfunktion für die Jugend – für die Stadt – für uns alle: Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Peter Horstmann die Sportlerehrung der Stadt Warendorf für das Jahr 2024. Der bis auf den letzten Platz gefüllte Sophiensaal wurde dabei zur großen Bühne für beeindruckende sportliche Leistungen und herausragendes Engagement.
„Es war der Abend der Warendorfer Erfolge – in der Heimat, in Deutschland und weltweit“, so Bürgermeister Horstmann. Mit Stolz blickte die Stadt auf sportliche Glanzlichter und Persönlichkeiten, die 2024 weit über das Normale hinausgewachsen sind – als Athleten, Vorbilder und als Menschen.
Der größte sportliche Erfolg zum Abschied – Maximilian Schulze Niehues
Den emotionalen Schlusspunkt der Ehrungen setzte Fußballprofi Maximilian Schulze Niehues. In einem kurzweiligen Interview mit Markus Bußmann erzählte der 37-Jährige von seiner sportlichen Laufbahn – vom TuS Freckenhorst über Preußen Münster bis zu Fortuna Düsseldorf – und schließlich zurück zum SCP, mit dem ihm 2024 der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang. Nach über 300 Pflichtspielen beendete der langjährige Stammkeeper des SCP seine Karriere am 30. Juni. Heute steht er am Anfang eines neuen Kapitels als Referendar in Geschichte und Sport – vielleicht schon bald als Lehrer am Mariengymnasium, seiner ehemaligen Schule.

Mut und Tempo – Nachwuchs-Hoffnung Mika Schnaars
Mit gerade einmal 10 Jahren zählt Mika Schnaars aus Milte zur Weltspitze im Downhill-Radsport. Bereits mit neun wurde er Vize-Weltmeister in der U11. Angst kennt er nicht – nur Respekt vor der Strecke. Sein großer Traum: Profi werden und mit der Familie weiter zu Rennen reisen. Eine beeindruckende Leistung eines beeindruckenden Jungen, der heute schon zeigt, was Leidenschaft bewirken kann.

Gold auf internationaler Bühne – Louis Stange begeistert im Kartslalom
Ein sportliches Highlight mit internationalem Glanz lieferte Louis Stange, der bei den FIA Motorsport Games in Valencia gemeinsam mit Teamkollegin Maja Braun für Deutschland an den Start ging – und dort den Titel im Kartslalom verteidigte, den das deutsche Duo bereits 2022 gewonnen hatte. Der 16-jährige Warendorfer Motorsportler wurde vom Deutschen Motor Sport Bund ins Nationalteam berufen und krönte seine Leistung mit der Goldmedaille in Spanien. Ein eindrucksvoller Videobericht brachte die Emotionen und den Erfolg auf die Leinwand, bevor Bürgermeister Horstmann Louis Stange auf der Bühne persönlich ehrte – unter großem Applaus des Publikums.

Sabine Schäfer – Meisterin mit Ausdauer und Disziplin
Sabine Schäfer wurde für ihre außergewöhnlichen Erfolge im Schwimmsport geehrt. Trotz zahlreicher Alltags-Herausforderungen gelang es ihr mit konsequentem, wenn auch reduziertem Training zur Deutschen Meisterin über 100 Meter Brust zu werden – und obendrein einen Podestplatz über 50 Meter zu erschwimmen. Laudatorin Andrea Schmitz würdigte sie mit einer besonders unterhaltsamen und herzlichen Rede.

Engagement mit Herz – Volker Meyer-Carlstädt
Besonderer Dank von Sylvia Oertker, galt Volker Meyer-Carlstädt, Initiator des Spendenmarathons „5 Tage – 5 Städte“, der im März über 12.000 Euro für die Aktion „Kleiner Prinz“ sammelte. Seine Idee: Verpflegung kostenfrei – Spenden vollständig für Kinder in Not. Auch 2025 wird er wieder für den guten Zweck durchstarten – aktuell sammelt er für gehörlose und blinde Kinder.

Mannschaftsgeist in Perfektion – Turnerinnen und Leichtathletinnen
Mit gegenseitiger Motivation und Teamgeist überzeugten die Warendorfer Turnerinnen Pauline Niehoff, Selma Bahonjic, Lotte Peschke, Milena Baitinger und Mirja Flatau beim Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“. Platz 2 in der Disziplin Geräteturnen war der verdiente Lohn – zur Freude von Laudator Karl Feldhoff, der den pädagogischen Wert des Erfolgs unterstrich.

Einen sensationellen 3. Platz bei den Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaften errang auch das U12-Leichtathletikteam der WSU mit Lorna und Nora Horstmann, Romy Mrkwa, Regina Schulte, Lotte Lüffe, Freda Renkert, Luise Roberg, Karla Wunderlich, Nia Wessel und Maja Niewöhner. Laudatorin Pia Seck sprach von einer „großen Überraschung, mit der niemand gerechnet hatte“.

Jahrzehntelanger Einsatz – Dietmar Mersmann und Christoph Schmitz
Ein sportliches Ehrenamt ohne ihn? Undenkbar. Über 40 Jahre prägte Dietmar Mersmann den Surfclub Warendorf. Laudator Nils Goebbeler fand emotionale Worte für seinen Vorgänger, der den Surfsport in der Stadt erst möglich machte.

Auch Christoph Schmitz wurde für sein unermüdliches Engagement bei der WSU gewürdigt. Ob als aktiver Sportler in Schwimmen, Leichtathletik, Fußball und Volleyball oder später als Vorsitzender – seine Leidenschaft prägt bis heute den Verein. Laudator Ralf Sawukaytis bezeichnete ihn treffend als „langjährigen Wegbegleiter mit Herz für den Sport“.

Artistinnen auf einem Rad – Einrad Gemeinschaft Warendorf
Für ihre zahlreichen Titel bei den Deutschen Meisterschaften wurden auch die Athletinnen der Einrad Gemeinschaft Warendorf geehrt: Marisa Löckmann, Emilia Quandt, Alexandra Sandmann, Lena Ziegert und Ida Streiter. Vorsitzender und Laudator Moritz Weigt hob Teamgeist und gegenseitige Motivation als Schlüssel zum Erfolg hervor.

Boxweltmeisterin mit Vorbildfunktion – Elina Tissen
Ein besonderer Gast war Elina Tissen, mehrfache Boxweltmeisterin und heute Erzieherin im Ludgeriekindergarten. In einem offenen Bühnen-Talk mit Markus Bußmann berichtete sie von ihrem Weg – von Russland nach Deutschland, vom späten Start im Boxsport mit 19 bis zur Weltspitze. Ihre Botschaft: „Jeden Tag neue Höchstleistungen – im Ring wie im Leben.“

Warendorf kann stolz sein. Die Sportlerehrung 2024 zeigte: In dieser Stadt wird nicht nur gekämpft, gewonnen und gefeiert – hier wird auch gefördert, geehrt und geschätzt. Für Leidenschaft, für Fairness – und für den ganz besonderen Geist des Sports.














