8. März 2026 / Allgemein

Großes Interesse an Warendorfs jüdischer Geschichte

Mehr als 2700 Besucher bei Ausstellung in der Ebbers-Galerie

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Mehr als 2700 Besucher bei Ausstellung in der Ebbers-Galerie

Großes Interesse an Warendorfs jüdischer Geschichte

Warendorf - Die Ausstellung „Jüdisches Leben in Warendorf“ in der Ebbers-Galerie hat eine beeindruckende Resonanz erfahren. Während der Öffnungszeiten des Modehauses wurden insgesamt 2736 Besucherinnen und Besucher gezählt – deutlich mehr, als die Organisatoren im Vorfeld erwartet hatten.

Besonders die lokalen Bezüge zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Warendorf sorgten für großes Interesse. Einige Gäste besuchten die Ausstellung sogar mehrfach, um sich intensiver mit den dargestellten Biografien und historischen Hintergründen auseinanderzusetzen.

Teil des Ausstellungskonzepts war neben den Informationstafeln auch ein Begleitheft, von dem während der Laufzeit rund 500 Exemplare verteilt wurden. Großen Anteil am Erfolg hatte zudem die Zusammenarbeit mit den Schulen. Vor allem das Mariengymnasium engagierte sich stark: Frau Dr. Taube entwickelte einen speziellen Arbeitsbogen, mit dem Schülerinnen und Schüler die Ausstellung inhaltlich erschließen konnten. Auch Klassen der Gesamtschule „Weiße Rose“ sowie der Bischöflichen Realschule nutzten das Angebot und besuchten die Ausstellung im Klassenverband.

„Mit einem so großen Interesse haben wir nicht gerechnet“, sagen Nicole Fenneker, die die Ausstellungstexte verfasste, und Rudolf Berger übereinstimmend.

Ein besonderes Augenmerk vieler Besucher galt der hölzernen Gedenktafel, die Überlebende der Schoah zum Gedenken an die ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger Warendorfs gestiftet hatten. Immer wieder wurde die Frage gestellt, wo diese Tafel heute aufbewahrt wird und wie sie künftig wieder öffentlich zugänglich gemacht werden kann.

Alfred Smieczchala von der Stadt Warendorf griff diese Anregungen auf. „Wir werden überlegen, wie wir jüdisches Leben dauerhaft in Warendorf präsentieren können“, kündigte er an. Die Hinweise aus der Ausstellung sollen nun in die zuständigen Entscheidungsgremien eingebracht werden.

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