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„Grüne Linie“ als ökologisches Konzept

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„Grüne Linie“ als ökologisches Konzept

Bestattungshaus setzt auf grüne Beerdigung

„Der letzte Fußabdruck kann auch grün sein“: Mit diesem Slogan macht das Bestattungshaus Hankemann auf das neu entwickelte, ökologische Beerdigungskonzept „Grüne Linie“ aufmerksam. Neben dem bisherigen Angebot wird nun eine nachhaltige Beerdigung angeboten.

„Stellen Sie sich vor, jemand hat sich sein Leben lang bemüht, ökologisch nachhaltig und, so gut es eben geht, im Einklang mit seiner Umwelt zu leben. Nun soll der letzte Fußabdruck der hinterlassen wird, natürlich ebenfalls möglichst grün sein“, erklärt Frank Hankemann die „Grüne Linie“. Dabei ist es ihm außerordentlich wichtig, den Friedhof als natürlichen Bestattungsort mit einzubinden: „Der Friedhof als grüne Insel in der Stadt mit großem Baumbestand und seiner unwahrscheinlichen Artenvielfalt wird gestärkt und bleibt damit ein wertvoller Lebens- und Kulturraum für Menschen, Pflanzen und Tiere, anstatt weiter zu Bauland umgewandelt zu werden.“ Darüber hinaus produziert die Familie Hankemann hauseigenen Solarstrom und unterstützt Natur- und Umweltschutzprojekte, wie das Buchen-Urwaldprojekt der Waldakademie von Peter Wohlleben in der Eifel.

Die „Grüne Linie“ ist ein ganzheitliches Konzept: Die Bestattung erfolgt in einem Sarg aus Holz aus einem regionalen und nachhaltigen Forstbetrieb mit geölter oder gewachster Oberfläche. „Wir beziehen unsere Särge zu einem Großteil aus dem nahegelegenen Glandorf, um kurze Lieferwege zu garantieren“, beschreibt Timo Hankemann das Konzept. Die Griffe können aus Holz oder Seil bestehen und auch die Innenausstattung ist vollständig biologisch abbaubar. „Auch achten wir bereits seit über 15 Jahren darauf, dass wir nur Urnen aus vergänglichen Materialien verwenden“, so Hankemann weiter.
Die Trauergäste erhalten Einladungen auf Naturpapier oder digital über die Homepage des Bestattungshauses und können den ortsnahen Friedhof zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen. Der Blumenschmuck ist jahreszeitlich orientiert wählbar und stammt möglichst aus heimischem Freiland-Anbau. Das Grabmal aus Naturstein regionaler Steinbrüche wird in handwerklicher Arbeit von ortsansässigen Steinmetzbetrieben hergestellt. „Die Grabbepflanzung sollte aus Gehölzen, Stauden und Gräsern der Region - mit einem möglichst kleinen Anteil an Wechselbepflanzung und somit geringem Gießaufwand bestehen“, erläutert Hankemann den Gedanken der „Grünen Linie“.

Das Konzept „Grüne Linie“ stammt vom Bonner Bestatter Werner Kentrup, der bereits 2017 mit dem 1. Platz des European Funeral Innovation Award ausgezeichnet wurde. Im Wettbewerb „Die Lieferkette lebt. Lieferketten gestalten, biologische Vielfalt erhalten“ ist die „Grüne Linie“ zudem in 2019 vom Bundesumweltministerium und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden. Hieraus ist seitdem ein deutschlandweites Bestatternetzwerk entstanden. Für das Münsterland ist die Familie Hankemann der einzige Ansprechpartner für die „Grüne Linie“. „Wir sind ein engagiertes Team, das gemeinsam dazu beitragen möchte, den natürlichen und feinen biologischen Kreislauf für künftige Generationen zu bewahren“, fasst Hankemann die Idee der „Grünen Linie“ zusammen.

Weitere Informationen unter www.hankemann.eu

Bild: Die "Grüne Linie" als nachhaltige Bestattung: Frank und Timo Hankemann (v.l.) vom Bestattungshaus Hankemann machen auf das Konzept einer ökologischen Beerdigung aufmerksam.

 

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