Handwerk im Warendorf fordert Planungssicherheit
Wärmewende braucht klare Leitplanken
Warendorf - Die Diskussion um das Heizungsgesetz geht in die nächste Runde – und das Handwerk in der Region schaut genau hin. Die jetzt vorgestellten Eckpunkte zum neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) bewertet die Fachinnung Sanitär-Heizung-Klima Warendorf grundsätzlich positiv.
„Die vorgestellten Eckpunkte des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes sind aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt hin zu mehr Praxisnähe und weniger Bürokratie bei der Heizungsmodernisierung“, betont die stellvertretende Obermeisterin Simone Kriener. Gleichzeitig warnt sie davor, dass erneute Gesetzesänderungen nicht wieder zu Verunsicherung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern führen dürften.
Förderung muss verlässlich bleiben
Besonders wichtig sei jetzt Planungssicherheit. „Deshalb ist es entscheidend, dass die Förderung eines Heizungstausches auch in der bisherigen Höhe erhalten bleibt und Verlässlichkeit für Betriebe und Kunden gleichermaßen gewährleistet ist“, so Kriener. Konkrete und verbindliche Regelungen aus Berlin seien dringend erforderlich.
Grundsätzlich begrüßt die Innung die angekündigte stärkere Technologieoffenheit. Gerade im Altbau eröffneten flexiblere Vorgaben neue Möglichkeiten, technische Machbarkeit und wirtschaftliche Aspekte besser miteinander in Einklang zu bringen.
Klare Leitplanken für Investitionen
Trotz aller Zustimmung fordert das SHK-Handwerk klare Rahmenbedingungen. „Unsere Betriebe benötigen verlässliche Leitplanken, um weiterhin in die Qualifikation für neue Technologien investieren und ihre Kundschaft fundiert beraten zu können“, unterstreicht Kriener.
Die Wärmewende im Gebäudebestand werde maßgeblich von qualifizierten Fachbetrieben umgesetzt. Dafür brauche es ein praxistaugliches Gesetz, stabile Förderinstrumente, eine realistische kommunale Wärmeplanung – und vor allem Vertrauen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern.
„Nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen, werden Eigentümer auch tatsächlich in zukunftsfähige Heizungslösungen wie die Wärmepumpe investieren“, so die stellvertretende Obermeisterin.













