5. April 2022 / Allgemein

Haus mit Knick ist eins der wichtigsten Gebäude der historischen Altstadt

Bruchsteine zeugen vom hohen Alter des Bauwerks

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Haus mit Knick ist eins der wichtigsten Gebäude der historischen Altstadt

Bruchsteine zeugen vom hohen Alter des Bauwerks

Warendorf. „Wir hatten schon Sorge, dass auch die Verbretterung unter Denkmalschutz gestellt wird“, sagte Bürgermeister Peter Horstmann schmunzelnd. Der Grund war die Fassadensanierung des Hauses Im Ort 1-3, die etwas länger als geplant gedauert hat. Jetzt sind die Arbeiten nach rund anderthalb Jahren beendet, die Gerüste abgebaut und das Haus erstrahlt nun wieder in seiner ganzen Pracht. Das markante Gebäude „ist irgendwie kein ganz normales Haus und steht mit seinem Knick in der Fassade ganz komisch in der Stadt“, sagte Dr. Fred Kaspar von den Altstadtfreunden beim Ortstermin am Montag, zudem er sowie Kevin Hoppe (Architekten Altefrohne), Bürgermeister Peter Horstmann, Sigrid Karliczek (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Peter Goebel (Untere Denkmalbehörde), Marion und Petra Sondermann (Besitzerfamilie), Carl Altefrohne, Christian Steinmeier (LWL Denkmalpflege) und Helga Beckman (Quartiersbüro) erschienen. Kaspar nannte das Bauwerk neben dem Historischen Rathaus das wohl wichtigste Haus in der Emsstadt. Ein Teil davon sei einst aus Bruchstein, vermutlich vor dem 15. Jahrhundert, errichtet worden. Schon das allein ist Zeugnis über das hohe Alter, dass sich allerdings nicht genau datieren lässt. Denn das Gebäude sei bei den Stadtbränden von 1610, 1676 und 1723 jeweils ausgebrannt. Saniert werden musste die Fassade, da nach aktuellen Erkenntnissen wohl der Auftrag von Latexfarbe in den 1970er Jahren zu gravierenden Fassadenschäden geführt habe, wie Architekt Carl Altefrohne sagte. Feuchtigkeit, die in die dahinterliegenden Ziegel eingedrungen sei, habe durch die Latexfarbe nicht abtrocknen können. Gemeinsam mit dem Landschaftsverband (LWL) und der unteren Denkmalbehörde sei ein Maßnahmenkonzept zur Sanierung erstellt worden. „Wir sind dabei weitestgehend im Kostenrahmen geblieben“, sagte Altefrohne. Möglich wurde das Projekt allerdings erst durch Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Denkmalförderung NRW sowie der LWL Denkmalpflege.

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